Totale Verwirrung um verletzten Pizarro

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Hat Pizarro die Diagnose eventuell falsch verstanden – oder ist sie ihm missverständlich erklärt worden?

Bremen - Von Malte Rehnert. Bizarrer geht’s kaum noch . . . Die Verletzung von Werder-Torjäger Claudio Pizarro (33) sorgte gestern am Weserstadion für ein Riesen-Wirrwarr. Vormittags gab Trainer Thomas Schaaf Entwarnung und zeigte sich zuversichtlich, dass der Peruaner bereits am Wochenende wieder einsatzfähig ist.

Wenig später folgte die Diagnose „Innenbandzerrung im rechten Knie“ auf der Homepage des Bundesligisten. Doch am frühen Nachmittag widersprach Pizarro. „Es ist das, was ich gestern gesagt habe“, betonte der Torjäger, der tags zuvor gegenüber der Kreiszeitung von einem „Innenbandanriss“ und einer vermutlich wochenlangen Pause gesprochen hatte. Ja, was denn jetzt?

Hat Pizarro die Diagnose eventuell falsch verstanden – oder ist sie ihm missverständlich erklärt worden? Oder, oder, oder. Alles Spekulation! Fakt ist, dass der 33-Jährige und sein Club für mächtig Verwirrung gesorgt haben.

Es begann am Dienstag: Da sprach Pizarro – ziemlich niedergeschlagen – von einem Innenbandanriss in seinem rechten Knie und stöhnte: „Das ist ein ganz schlechter Zeitpunkt, einfach nur Scheiße. Wir haben eine Kernspintomografie gemacht, und leider sieht man da etwas. Das kann eine Woche dauern, aber auch zwei, drei oder vielleicht sogar vier.“

Gestern Vormittag nach dem Training, das Pizarro erneut verpasste, dann die überraschende Wende: Schaaf trat nach dem Training vor die zahlreichen Medienvertreter. „Ich habe mitbekommen, dass es da Äußerungen über eine schwerere Verletzung gegeben haben soll. Ich kann das aber nicht nachvollziehen, denn mir ist ein anderer Sachstand bekannt. Ich weiß nicht, was Claudio gesagt hat, kann nur das äußern, was ich vom Arzt gehört habe“, sagte der 50-Jährige und fügte an: „Von einem langen Ausfall kann keine Rede sein. Claudio ist angeschlagen. Er hat heute nicht mit der Mannschaft trainiert, sondern ein Rehaprogramm absolviert – die ganz normale Behandlung bei Verletzungen.“

Bilder vom Training

Werder-Training am Mittwoch

Schaaf hegt sogar die Hoffnung, dass der so wichtige Pizarro schon am Sonntag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart zurückkehrt: „Wir warten darauf, dass er Ende der Woche wieder einsatzfähig ist.“

Um kurz nach 12 Uhr stellten die Bremer eine kurze Mitteilung auf ihre Internetseite, in der Mannschaftsarzt Dr. Götz Dimanski die harmlosere Diagnose stellt: „Claudio Pizarro hat sich im Spiel bei Borussia Mönchengladbach eine Innenbandzerrung im Knie zugezogen und wird in den kommenden Tagen physiotherapeutisch behandelt.“

Pizarro kam um 12.35 Uhr aus dem Stadion, stieg aber wortlos zu Sebastian Boenisch ins Auto und verschwand mit seinem Teamkollegen eine gute Stunde, vermutlich zum Mittagessen. Als er dann wiederkam, sprach er doch noch, bestätigte seine Aussage des Vortags und gestand: „Es geht mir nicht gut. Ich weiß nicht, wie lange ich ausfalle.“

Werders Saison in Bildern

Werders Bremens Saison 2011/2012 in Bildern

Ohne Pizarro – das wäre für Werder ein hammerharter Schlag, schließlich war der Peruaner an 15 von 23 Saisontoren beteiligt (elf Treffer, vier Vorlagen) und der Garant dafür, dass die Bremer in der Bundesliga immerhin Fünfter sind. Fehlt „Piza“, müssen es die anderen richten – etwa der Österreicher Marko Arnautovic und der Schwede Markus Rosenberg, die vermutlich das Angriffsduo bilden würden. „Wir haben genug Stürmer, die müssen dann eben in die Bresche springen. Sie sind gekauft worden, um Tore zu schießen. Dafür sind sie hier“, sagte Keeper Tim Wiese und ergänzte: „Sie genießen unser vollstes Vertrauen.“

Bislang bringen es Arnautovic und Rosenberg allerdings jeweils nur auf drei Saisontore.

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