Vom Leitwolf zum Lehrling

Frings wird bei Werder zum Trainer geformt

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Seine Zukunft ist an der Seitenlinie. Torsten Frings begibt sich auf den Weg, ein Trainer zu werdern.

Bremen - Morgen in drei Wochen geht es los. Dann beginnt die zweite Karriere des Torsten Frings. Es soll eine Laufbahn als Fußball-Trainer werden. Bei Werder Bremen wird sich der ehemalige Nationalspieler und Kapitän des Clubs ab dem 28. Juni das nötige Rüstzeug dafür holen.

Frings ist der Erste, der ein sogenanntes „Trainer-Trainee“ an der Weser absolviert. „Das ist eine gute Sache für mich. Ich freue mich sehr darauf. Es ist schön, dass Werder versucht, ehemalige Spieler zu binden und ihnen auch gute Möglichkeiten bietet“, sagte der 36-Jährige.

Vor dem Start in die Zukunft machte Frings gestern aber noch einen Abstecher in die Vergangenheit. Beim Abschiedsspiel für seinen Freund Michael Ballack wirkte er mit – trotz der kaputten Hüfte, die ihn im Februar zum etwas verfrühten Karriereende beim FC Toronto gezwungen hatte. „Für ein paar Minuten wird‘s schon gehen“, meinte Frings vor dem Wiedersehen mit vielen alten Weggefährten.

Vielleicht standen dort in Leipzig einige auf dem Platz, die bald die Entwicklung im deutschen Fußball als Trainer bestimmen werden. Torsten Frings will so einer werden. Den Anfang macht er aber in Liga vier – als Co-Trainer von Werders neuem U 23- und Nachwuchs-Cheftrainer Viktor Skripnik. Das Regionalliga-Team wird während des zweijährigen Trainee-Programms quasi die Basisstation für Frings sein. „Ich werde aber auch in alle anderen Jugendbereiche reinschnuppern“, sagt er. Und auch bei den Profis wird er gelegentlich dazulernen dürfen – unter Anleitung von Robin Dutt. Der Werder-Coach übernimmt die Rolle eines „Mentors“, mit dem regelmäßige Austauschgespräche angedacht sind.

Ob Frings deshalb der Kandidat als Dutts zweiter Co-Trainer ist? Der Chefcoach hat die Stelle bislang offen gehalten, will perspektivisch einen Trainer aus dem Nachwuchsbereich in seinem Stab haben, um regelmäßig mit Informationen über interessante Jugendspieler versorgt zu werden. Doch darüber kann und will Torsten Frings noch gar nicht nachdenken, geschweige denn etwas sagen: „Ich habe schließlich noch gar nicht mit Robin Dutt gesprochen.“

Und eigentlich muss er auch erstmal ein Trainer werden. Parallel zum „Trainee“-Programm bei Werder absolviert der Ex-Profi die nötigen DFB-Lehrgänge zur Erlangung der Fußballlehrer-Lizenz. In Bremen wird der Horizont zusätzlich erweitert – mit praktischer Arbeit und mit Fortbildungsmaßnahmen, in denen „Frings’ persönliche sowie fachliche Kompetenzen weiter ausgeprägt werden“ sollen, wie es in einer Pressemitteilung des Clubs heißt. „Wir sind sicher, dass wir mit Torsten einen guten Plan entwickelt haben“, sagt Klaus Filbry, Vorsitzender der Werder-Geschäftsführung. Er hat das „Trainee“-Programm bei Werder eingeführt. Mit Tim Borowski als Azubi im Management-Bereich ging es los, nun wird Frings, der ehemalige Leitwolf, zum Lehrling an der Seitenlinie. n csa

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