„Wir können froh sein, überhaupt dabei zu sein“

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„Leichte Gegner gibt’s nicht mehr, schon gar nicht international“, sagt Torsten Frings .

Bremen - Von Arne Flügge. Nach fünf Jahren in Folge in der Königsklasse startet Werder Bremen in dieser Saison „nur“ in der neuen Europa League. Zum Auftakt geht’s morgen (21.05 Uhr/Live auf Sat.1 und bei Sky ) auf Madeira gegen den portugiesischen Club Nacional Funchal.

Im Interview verrät Bremens Kapitän Torsten Frings (32), welchen Stellenwert dieser Wettbewerb für ihn hat, wie ernst der erste Gegner genommen werden muss und warum er sich mit der Favoritenrolle nicht anfreunden mag.

Herr Frings , gestern war Champions League-Auftakt. Werder ist diesmal nicht dabei. Kommt da nicht ein bisschen Wehmut auf?

Nein, wir müssen doch froh sein, dass wir uns nach der verkorksten letzten Saison überhaupt noch für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert haben. Natürlich würde jeder lieber in der Champions League spielen. Doch wir haben es verpatzt, uns zu qualifizieren. Jetzt wollen wir in der Europa League gute Leistungen zeigen.

Welchen Stellenwert hat der Nachfolge-Wettbewerb des UEFA -Cups für Sie?

Es ist ein europäischer Wettbewerb, und dort zu spielen, ist immer etwas Besonderes. Wir haben doch im letzten Jahr gesehen, was dort alles möglich ist, wie schön es war, im Finale zu stehen.

Ist das Endspiel wieder Ihr Ziel?

Mal langsam, erstmal wollen wir eine gute Gruppenphase spielen und uns für die K.o.-Spiele qualifizieren. Dann sehen wir weiter. Wir müssen uns noch erheblich steigern und müssen in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen. Das gilt nicht nur für die Europa League, sondern für jedes Spiel. Denn wir können uns nicht darauf verlassen, dass wir jedes Jahr den DFB -Pokal gewinnen und damit dann wieder international vertreten sind.

Werder wurde von der UEFA mit dem höchsten Koeffizienten eingestuft. Gehört Ihr Team damit zu den Favoriten auf den Titel?

Dass wir so hoch eingestuft wurden, das haben wir uns in den letzten Jahren erarbeitet. Doch das hat überhaupt nichts zu sagen.

Was wissen Sie von Nacional Funchal ?

Der Trainer wird uns vor dem Spiel noch genau auf den Gegner einstellen. Ich habe gehört, dass sie viele Brasilianer im Team haben, also werden sie wohl recht spielstark sein. Funchal hat Probleme gehabt, in die Saison zu kommen. Und gerade das muss ein Warnzeichen für uns sein, denn sie werden alles dafür tun, um diesen Kurs zu ändern. Daher erwarte ich eine Mannschaft, die nach vorne spielt.

Funchal gilt in Ihrer Gruppe mit Austria Wien und Athletic Bilbao als der vermeintlich leichteste Gegner.

Es gibt keine leichten Gegner mehr, international schon mal gar nicht. Die spielen zu Hause, werden heiß sein. Für uns gibt es überhaupt keinen Grund, irgendeine Mannschaft nicht ernst zu nehmen. Wir sind noch lange nicht so weit, dass wir das glauben könnten.

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