Torsten Frings beendet Karriere bei Werder Bremen

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15 Jahre Profifußball sind genug: Werder-Kapitän Torsten Frings hört am Ende der Saison auf.

Von Arne Flügge - Torsten Frings hat sich die Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht. „Ich habe lange, sehr lange überlegt“, sagte der Kapitän von Werder Bremen heute.

Am Ende der Findungsphase kam der 34-Jährige dann zu dem Entschluss, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag an der Weser nicht mehr zu verlängern. Trainer Thomas Schaaf und Sportchef Klaus Allofs sind bereits informiert worden. „Wir werden noch ein Gespräch führen, daher steht meine Entscheidung noch nicht zu 100 Prozent fest, doch die Tendenz geht ganz deutlich in die Richtung, dass ich aufhöre“, erklärte Frings.

Mögliche Engagements bei einem anderen Bundesligaclub, in den USA oder im Mittleren Osten schließt er aus. Frings wird seine Karriere nach der Saison und nach insgesamt über 15 Profijahren beenden. „Ich werde 35 Jahre – ich möchte nicht mehr, es reicht“, machte der Mittelfeldstar deutlich: „Jetzt fängt ein neuer Abschnitt in meinem Leben an.“

Torsten Frings hat genug

Torsten Frings

Bereits nach der 1:3-Niederlage gegen die Bayern Ende Januar hatte sich Frings dazu durchgerungen, seine Fußballschuhe an den Nagel zu hängen. Doch angesichts der großen sportlichen Krise seiner Mannschaft wollte der Kapitän seine Entscheidung erstmal für sich behalten, um nicht noch zusätzlich für Unruhe zu sorgen. In den letzten Wochen aber ist der Druck zu groß geworden. Frings: „Fast täglich hat irgendeiner bei mir angerufen oder mich gefragt, ob ich nun bleibe oder nicht.“

Was Torsten Frings nach Ende der Saison macht und inwieweit er einen Job bei Werder übernimmt, steht noch nicht zu 100 Prozent fest. Das werden die Gespräche mit Sportchef Allofs ergeben. Der 54-Jährige hatte zuletzt immer wieder betont, einen so verdienten Spieler wie Frings in die Vereinsarbeit einbinden zu wollen. Frings absolvierte bislang 392 Bundesligaspiele, davon allein 154 für Werder Bremen. 79-Mal trug er das Trikot der deutschen Nationalmannschaft, mit der er 2002 Vizeweltmeister wurde und 2006 bei der Heim-WM-Platz drei belegte.

Im Januar 2010 teilte ihm Bundestrainer Joachim Löw im Bremer Parkhotel mit, künftig auf ihn verzichten zu wollen. Die Kapitänsbinde bei Werder hatte er 2009 von Frank Baumann übernommen.

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