Torjäger und Kapitän Fritz wollen heute mit Team trainieren

Ujah „gibt alles“ – aber reicht das für Augsburg?

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Sprinten geht wieder – aber ob sich Werder-Torjäger Anthony Ujah trotz seiner Rippenprellung morgen schon in Zweikämpfe stürzen kann, ist fraglich.

Bremen - Die drei Fragezeichen sind immer noch da. Ob Werder-Kapitän Clemens Fritz, Torjäger Anthony Ujah und Linksverteidiger Santiago Garcia morgen (17.30 Uhr) im Auswärtsspiel beim Tabellenletzten FC Augsburg mitwirken können, steht nach wie vor nicht fest. „Das sind entscheidende Spieler für uns. Natürlich ist die Hoffnung groß, dass sie dabei sind“, betonte Trainer Viktor Skripnik gestern.

Fritz, der wegen einer Verhärtung im linken Oberschenkel pausiert, absolviert heute einen Härtetest. Ujah war schon gestern Nachmittag wieder auf dem Trainingsplatz. „Er will unbedingt dabei sein, gibt alles. Das gefällt mir sehr“, meinte Skripnik. Die schwere Rippenprellung (erlitten im Training am Mittwoch) macht Ujah allerdings noch zu schaffen. Nach dem gemeinsamen Aufwärmen mit dem Team verzichtete der Nigerianer deshalb auf das Trainingsspiel und absolvierte stattdessen ein individuelles Programm mit Athletikcoach Jörn Heineke. „Ich habe noch keine Zweikämpfe bestritten. Morgen trainiere ich aber wieder mit der Mannschaft“, kündigte Ujah hinterher an: „Und dann fällt auch die Entscheidung.“

Genau wie bei Santiago Garcia, der wegen einer Wadenverletzung ausgefallen war und sich gestern im Teamtraining zurückmeldete. „Es tat noch ein bisschen weh, ich konnte aber voll mitmachen“, sagte der Argentinier.

Die Mitspieler wünschen sich sehr, dass die angeschlagenen Leistungsträger rechtzeitig genesen. „Sie sind unglaublich wichtig für uns“, findet Innenverteidiger Jannik Vestergaard. Und Offensivmann Fin Bartels ergänzte: „Da stehen Säulen auf der Kippe. Tony macht im Moment die Kisten, ist richtig gut in Form. Ich hoffe, sie schaffen es.“

Falls nicht, „haben wir aber genügend Leute, die auf ihren Einsatz brennen“, sagte Bartels. Zum Beispiel Claudio Pizarro. Der 37-jährige Rückkehrer, sportlich bisher keine große Hilfe, hat seine konditionellen Defizite nach eigener Aussage ausgemerzt und fühlt sich frisch genug für einen Startelf-Einsatz (wir berichteten). Ob er ihn bekommt, hängt maßgeblich von Ujah ab – und natürlich von Skripnik. Der Coach scheint sich ernsthaft damit zu beschäftigen, den Peruaner zum zweiten Mal in dieser Saison von Beginn an zu bringen. „Ich bin echt froh, wenn Spieler sagen, dass sie bereit sind. So muss es sein“, urteilte der 45-Jährige, der bei Pizarro in den vergangenen Wochen eine Verbesserung festgestellt hat: „Er trainiert vernünftig, es sind Fortschritte zu sehen. Und er ist auch spritziger geworden.“ Ein großes Plus sei zudem Pizarros Routine, die ihn zu einem wertvollen Trumpf machen könne – wie Skripnik gestern mit einem skurrilen Vergleich umschrieb: „Claudio kann mit seiner Erfahrung eine Goldkette für uns sein, wenn vorne etwas passiert. Vielleicht ist er der richtige Mann.“

Ujah wieder auf dem Platz

Vielleicht aber auch nicht. Denn wenn Werder wieder nur mit einer echten Spitze und vornehmlich auf Konter spielt, ist das nicht gerade perfekt für Pizarro (das hat er selbst gesagt). Da scheinen andere besser geeignet zu sein. Etwa Melvyn Lorenzen mit seinem Raketenantritt. „Er hat eine unfassbare Schnelligkeit“, lobt Co-Trainer Torsten Frings. Auch Bartels ist ein Kandidat für die vorderste Front. „Wir haben einige Spieler, die Tore machen können“, meinte Skripnik: „Unser Kader ist gut genug für jede Aufgabe.“

mr

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