Petersen freut sich auf die Chance bei Werder

„Tore sind mein größtes Hobby“

Nils Petersen bezeichnet sich als „Strafraumspieler“.

Bremen - Heute ist es endlich soweit, Nils Petersen darf nach Bremen. So, wie er es sich gewünscht hat. Doch der FC Bayern hatte den Stürmer lange zappeln lassen und am Freitag auch nur als Leihspieler für ein Jahr an den SV Werder freigegeben.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es so lange dauert. Jetzt bin ich natürlich froh. Es ist ja auch gerade noch pünktlich zum Trainingsauftakt“, berichtete Petersen gestern: „Ich wollte unbedingt zu Werder, das ist der beste Weg für mich.“

Der 23-Jährige hatte sich schon vor Wochen festgelegt, an die Weser zu wechseln: „Die Gespräche mit Klaus Allofs und Thomas Schaaf haben mich voll überzeugt. Werder hat sich schon um mich bemüht, als ich noch in Cottbus war.“ Doch vor einem Jahr entschied sich Petersen für das Angebot des FC Bayern. „Viele haben gesagt, das wäre ein Fehler. Aber ich musste das einfach probieren.“ Bereut hat er den Schritt nicht, wenngleich er zugibt: „Natürlich hätte ich mir gewünscht, mehr zu spielen.“ Und zu treffen. Der Torschützenkönig der Zweiten Liga (25 Treffer) kam gerade einmal auf zwei Bundesliga-Treffer (in neun Spielen): „Jetzt bin ich umso heißer, Tore zu schießen. Tore sind mein größtes Hobby. Wenn man viel getroffen hat, dann wird das zur Sucht.“

Die nun in Bremen befriedigt werden soll. „Werder ist eine gute Adresse“, behauptet Petersen und kontert auf den Hinweis, dass die Grün-Weißen gerade zum zweiten Mal in Folge das internationale Geschäft verpasst haben: „Die Bayern sind jetzt auch zwei Mal nicht Meister geworden, trotzdem sind sie der Topfavorit auf den Titel.“ Petersen vertraut Allofs und Schaaf, „dass wir eine gute Mannschaft haben werden“. Sich selbst sieht er dabei als wichtigen Baustein im Sturm. Dabei erinnert er an das Bayern-Gastspiel im April im Weserstadion: „Damals hatte Werder so viele Chancen, den Sieg gegen uns klarzumachen. Ich wäre künftig gerne derjenige, der diese Chancen nutzt.“

Petersen ist nach seiner „Banklehre“ in München selbstbewusst, aber nicht übermütig. Vergleiche mit Claudio Pizarro, der den umgekehrten Weg von Bremen nach München gewählt hat, lehnt er ab. „Ich will und kann Claudio nicht kopieren. Er ist einer der drei besten Stürmer in der Bundesliga. Ich werde hier meinen Stiefel machen und dann hoffentlich gestärkt nach München zurückkehren.“ Hoppla, hat sich der 23-Jährige schon auf ein kurzes Intermezzo in Bremen eingestellt? „Die Vertragssituation ist nun einmal so“, hält er entgegen: „Die Bayern haben den Vertrag mit mir jetzt nicht ohne Grund bis 2015 verlängert. Sie glauben also noch an mich.“ Deshalb bekam Werder auch keine Kaufoption. Petersen sagt aber auch: „Ich will jetzt erst einmal mit Werder erfolgreich sein. Wer weiß schon, was in einem Jahr ist.“

Der Plan für heute steht dagegen fest: Petersen kommt zum Medizincheck nach Bremen. Anschließend stattet er seiner Familie im Harz und seiner Freundin in Jena noch einen Kurzbesuch ab, ehe am Donnerstag der Trainingsauftakt ansteht. · kni

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