6:1 – Die Tore im ersten Testspiel gegen Tündern machen aber andere

Fin Bartels fünf Mal ganz nah dran

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Voller Einsatz: Tünderns Keeper Sebastian Kelle streckt sich in dieser Eins-gegen-Eins-Situation mit Eljero Elia.

Hameln - Aller Anfang ist schwer – so lässt sich Werders Saison-Aufgalopp bestens beschreiben. Im ersten Testspiel der Vorbereitung mühten sich die Bremer gestern Abend in Hameln zu einem 6:1 (2:0) gegen den Landesligisten Blau-Weiß Schwalbe Tündern. Erst in der Schlussphase wurde der Sieg standesgemäß, zuvor hatte sich der Bundesligist ziemlich schwer getan.

Kein Wunder, findet Trainer Robin Dutt: „Wir haben morgens schon zwei Stunden trainiert und insgesamt acht Leistungstests hinter uns. Da darf man schon mal platt sein.“

Zu Beginn der Partie vor 1200 Zuschauern im Weserberglandstadion war deutlich zu erkennen, dass sich die Bremer Profis nach der Sommerpause und anderthalb Trainingstagen erst mal wieder an den Ball und an die körperliche Belastung gewöhnen müssen. Wenig Tempo, kaum Kombinationen – Sommerfußball pur. Nach 20 Minuten erzielte Levent Aycicek auf Vorarbeit von Eljero Elia dann das 1:0 und damit Werders erstes Tor in der neuen Saison. Nils Petersen legte wenig später den zweiten Bremer Treffer nach – die Vorlage hatte Fin Bartels geliefert.

Der Neuzugang von Zweitligist FC St. Pauli war bei seinem Werder-Debüt einer der Aktivposten und gleich fünf Mal ganz nah dran an seinem ersten Bremer Tor. Beim ersten Mal wurde der 27-Jährige kurz vor dem Abschluss gefoult, beim zweiten Mal gerade noch geblockt. Der dritte Versuch endete am Pfosten, der vierte ging knapp vorbei. Und dann wurde Bartels im Tünderner Strafraum gelegt, den fälligen Elfmeter verwandelte Martin Kobylanski zum 4:1 (80.). Davor und danach traf der eingewechselte Davie Selke (70./87.). Den Schlusspunkt setzte Innenverteidiger Assani Lukimya mit einem 30-Meter-Kracher in den Winkel (90.).

Werders 6:1-Sieg gegen Tündern

Neben Bartels kamen auch noch die anderen beiden Neuzugänge zum Einsatz. Der nach 67 Minuten eingewechselte Abwehrmann Alejandro Galvez fiel nicht sonderlich auf, Keeper Raif Husic dagegen schon. Bei einem Klärungsversuch weit außerhalb seines Sechzehners schoss der 18-Jährige Tünderns Edward Urich an, der davonzog und den Ball zum Ehrentreffer ins leere Tor schob (57.). „Tündern hat das insgesamt sehr ordentlich gemacht und gut verteidigt“, lobte Dutt. Sein eigenes Team, aus dem er nicht alle Spieler einsetzte, kassierte lediglich leise Kritik: „Wir waren im Abschluss ein bisschen zu unkonzentriert.“ Besser machen können es die Bremer schon morgen, dann steht um 15 Uhr der zweite Test bei Oberligist VfL Oldenburg auf dem Programm.

Werder: Husic - Fritz, Prödl (67. Caldirola), Lukimya, Zander (67. Makiadi), Junuzovic, Gebre Selassie (67. Galvez), Bartels, Aycicek (46. Obraniak), Petersen (46. Kobylanski), Elia (46. Selke).

mr

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