Tolles Debüt des Innenverteidigers / Skripnik lobt auch Öztunali und die Transfer-Abteilung

Vestergaard – ein Top-Spiel mit Veilchen

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Langes Bein: Jannik Vestergaard zeigt Sandro Wagner, wie unangenehm die Bundesliga sein kann.

Bremen - Jannik Vestergaard sah gestern aus wie ein Boxer, als er in der Interview-Zone auftauchte. Ziemlich abgekämpft, und dazu hatte der 22-Jährige noch eine fette Schwellung unter dem linken Auge. Zugezogen bei einem Kopfballduell mit Herthas Julian Schieber. „Schon nach fünf Minuten, das habe ich dann das ganze Spiel mit mir rumgetragen. Aber es tat nicht weh“, sagte Vestergaard. Und beeinträchtigt hat ihn das „Veilchen“ schon mal gar nicht.

Der Däne, erst vergangene Woche aus Hoffenheim geholt, lieferte als Innenverteidiger ein vorzügliches Debüt im Werder-Trikot ab. Seine exzellenten Zahlen: In der ersten Halbzeit gewann er 100 Prozent seiner Zweikämpfe, insgesamt starke 85 Prozent. Der 1,99-Meter-Riese war einfach nicht zu überwinden – und hinterher „super-glücklich. Es war ein super-geiles Gefühl. Ich habe mich sehr wohl gefühlt – in der Mannschaft, auf dem Platz, im Stadion.“

Trainer Viktor Skripnik hatte das Risiko gewagt und Vestergaard nach nur vier Tagen Training in die Startelf geworfen. „Wir haben einen Trainer, der mutig ist. Das überträgt sich auf die Mannschaft“, lobte Sportchef Thomas Eichin, der Vestergaard eine „einwandfreie Leistung“ bescheinigte. Und Skripnik ist einfach froh, „dass sich Jannik für uns entschieden hat. Er hatte noch zwei, drei andere, gute Angebote. Wir haben heute schon gesehen, dass es ein guter Transfer war.“ Gleiches gelte für Levin Öztunali (18), der gestern im zentralen Mittelfeld jedoch nicht so auffällig war. Skripnik sprach dennoch von einem „guten Debüt“.

Das ist Werder Bremens Neuzugang Jannik Vestergaard

Der Coach ist mit den Winter-Neuzugängen, zu denen noch die Torhüter Koen Casteels und Michael Zetterer gehören, sehr zufrieden. „Ein großes Kompliment an unser Scouting, die Sportdirektoren und die Geschäftsführung“, sagte Skripnik. Werder hat noch bis heute (18 Uhr) die Möglichkeit, weitere Transfers zu tätigen – geplant ist jedoch nichts mehr.

mr

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