„Es muss etwas passieren“

Tim Wi ese war nach der Pleite gegen Frankfurt schwer gefrustet – und ist es noch immer.

Bremen - Nach dem Spiel war Tim Wiese der Kragen geplatzt, schnaufend vor Wut stapfte er vom Platz und brüllte seine Kollegen an.

Die 2:3-Heimpleite gegen Frankfurt hatte dem Werder-Keeper ordentlich zugesetzt – und an dem Gemütszustand hat sich selbst eine Woche danach und trotz der Reise mit der Nationalmannschaft nach Aserbaidschan nichts geändert. „Ich musste ständig an dieses Spiel denken. Ich bin immer noch total verärgert“, meinte Wiese gestern. Damit aber nicht genug. Der 27-Jährige fordert dringend Neuzugänge. Und von der Mannschaft erwartet er heute beim FC Bayern (15.30 Uhr/Sky live) eine deutliche Leistungssteigerung.

„Wir wollen wieder nach oben, also muss etwas passieren. Neuzugänge würden uns gut tun“, sagte Wiese. Der Keeper sorgt sich sogar um die Zukunft seines Clubs: „Werder hat fünf Jahre in Folge in der Champions League gespielt. Doch jetzt sieht es nach einem Rückschritt aus. Die Mannschaft hätte weiter wachsen müssen.“

Doch das Gegenteil war der Fall. Die beiden Superstars Diego und Claudio Pizarro sind weg, zudem hat Kapitän Frank Baumann seine Karriere beendet. Die bisherigen Verpflichtungen Marko Marin (Borussia Mönchengladbach/8,3 Millionen Euro Ablöse) und Marcelo Moreno (Schachtjor Donezk/zwei Millionen Euro Leihgebühr) konnten die Lücken nicht schließen.

„Wenn man sieht, was die Bayern im Gegensatz zu uns investiert haben, dann ist doch klar, dass wir krasser Außenseiter sind“, schwant Wiese vor dem heutigen Duell nichts Gutes. Die Bayern haben auf dem Transfermarkt gewaltig zugeschlagen. Mario Gomez (VfB Stuttgart/35 Millionen Euro), Anatoly Tymoshchuk (Zenit St. Petersburg/11,0), Danijel Pranjic (SC Heerenveen/7,7) und Edson Braafheid (Twente Enschede/2,0) kosteten zusammen 55,7 Millionen Euro. Ablösefrei kamen zudem noch Ivica Olic (Hamburger SV) und Alexander Baumjohann (Borussia Mönchengladbach).

Doch Wiese nimmt auch sich und seine Teamkollegen in die Pflicht. Schließlich gab’s die Auftaktpleite nicht gegen den großen FC Bayern, sondern gegen die eher kleine Eintracht aus Frankfurt. „Den Frankfurtern haben wir letzte Saison in den beiden Spielen jeweils fünf Dinger eingeschenkt. Und dann verlieren wir gegen die. Das darf uns nicht passieren. Wir müssen einfach mehr Power geben“, lautet seine klare Ansage. Mit Bundesliga-Mittelmaß wie in der Vorsaison als Tabellenzehnter will er sich jedenfalls nicht abfinden: „Ich hoffe, dass es wieder hoch geht. Das ist ein Muss für diesen Verein.“ Helfen soll dabei erst ein Erfolgserlebnis in München („Dann hätte ich endlich Frankfurt abgehakt“) und dann mindestens ein Neuzugang wie zum Beispiel Claudio Pizarro („Der würde uns sofort weiterbringen“).

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