Borowskis erster Arbeitstag in Bremen / Coach Schaaf traut ihm Comeback in der Nationalelf zu

Dienstantritt mit Dauergrinsen

Zurück bei Freunden: Tim Borowski ließ sich gestern von Per Mertesacker schon einige Tipps geben.

WERDER-BREMEN. Von Arne Flügge- Eine Zahnpasta-Werbung ist nichts dagegen: Tim Borowski hatte gestern Mittag bei seiner offiziellen Vorstellung in Bremen ein Dauergrinsen aufgelegt, so sehr freute er sich über seine Rückkehr zu Werder Bremen. Und die Freude soll noch viel größer werden, Borowski über den Club den Weg zurück in die Nationalmannschaft finden.

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 „Wenn seine Leistungen stimmen, wovon wir ausgehen, dann ist es für mich keine Frage, dass er wieder ein Thema für die Nationalmannschaft wird“, meinte Coach Thomas Schaaf, mahnte aber zugleich: „Damit sollte Tim sich jetzt noch nicht beschäftigen.“ Borowski tat es trotzdem, allerdings mit der vom Trainer geforderten Zurückhaltung: „Für mich ist es erst einmal wichtig, mit Werder gut in die Saison zu starten. Wenn wir dann einen positiven Lauf bekommen, und ich meinen Anteil daran habe, ergeben sich viele Dinge von selbst.“ Wie zum Beispiel eine Teilnahme an der WM 2010. Sein bislang letztes von 33 Länderspielen hatte der gebürtige Mecklenburger am 19. Juni 2008 beim 3:2 über Portugal im EM-Viertelfinale bestritten.

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Danach ging’s zu den Bayern – und dort für ihn sportlich steil bergab. Doch das ist „abgehakt“, wie Borowski gestern betonte. In Bremen soll’s wieder den echten „Boro“ geben. Teilweise war der schon am Donnerstagabend bei seinem Testspieldebüt zu sehen. Borowski gehörte beim 2:1-Sieg gegen Zweitligist FSV Frankfurt zu den Aktivposten. „Tim hat sich schon sehr gut in unser Kombinationsspiel eingebracht. Mit seinem ersten Spiel können wir zufrieden sein“, urteilte Schaaf. Der Coach hatte den Rückkehrer neben Torsten Frings als zweiten „Sechser“ vor der Abwehr aufgeboten. Sehr zur Freude von Borowski: „Torsten und ich haben gleich versucht, einige Ballpassagen zu entwickeln. Da waren bereits gute Ansätze da“, strahlte Borowski. Dass Werder nun im Mittelfeld nicht mehr mit Raute, sondern Quadrat agiert, wollte der 29-Jährige nicht überbewerten: „Das kommt doch immer darauf an, wie man so eine Position interpretiert. Den klaren ,Sechser“ gibt es im Fußball doch gar nicht mehr.“

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Dafür ganz sicher die Rückennummer sechs. Die trägt bei Werder nun Borowski und nicht mehr Frank Baumann, der seine Karriere nach zehn Jahren in Bremen gerade erst beendet hat. „Eigentlich hätte ich ihn vorher fragen müssen. Aber er wird es mir schon nicht übel nehmen“, schmunzelte Borowski. Aber warum wollte er ausgerechnet die Sechs auf dem Trikot? „Weil es eine gute Nummer ist, die ich schon in der Jugend getragen habe“, erklärte ,Boro‘. Dass er seine 24 nicht wiederbekommen konnte, weil die Nummer für Claudio Pizarro, den nächsten geplanten Rückkehrer, reserviert ist, verschwieg Borowski.

Schließlich sollte an seinem ersten Arbeitstag in Bremen alles positiv sein. Und so schwärmte Borowski lieber vom herzlichen Empfang der Werder-Fans in Frankfurt: „Das war super. Die Chemie stimmt einfach.“ Gleiches gelte auch für das Team. Der Kontakt zu Torsten Frings, Per Mertesacker und Clemens Fritz sei nie abgebrochen und deren Freude über seine Rückkehr „richtig groß“ gewesen: „Das macht ich auch ein bisschen stolz und zeigt, was für ein Zusammenhalt in dieser Mannschaft war und ist. So ein Umfeld brauche ich, um erfolgreich zu sein.“

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