Torwarttrainer Kraft hat einen „Riesenspaß“

Der „Tiger“ formt das Team im Team

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Vier Keeper, ein Trainer, ein Team (von links): Raphael Wolf, Sebastian Mielitz, Michael Kraft, Richard Strebinger und Christian Vander.

Zell am Ziller · Die Situation ist nicht neu, aber trotzdem ganz anders: Werder Bremens Torwarttrainer Michael Kraft kümmert sich auch in diesem Trainingslager um vier Keeper, doch in Tim Wiese fehlt der Star im Quartett.

Der 30-Jährige hält jetzt in Hoffenheim – und Kraft hat sein Training umgestellt, oder besser gesagt, den jungen Keepern wie Sebastian Mielitz (23), Raphael Wolf (24) und Richard Strebinger (19) angepasst: „Bei einem Torwart, der schon zehn Jahre dabei ist, kann man kaum noch etwas verändern. Aber bei den Jüngeren fruchten neue Dinge sehr schnell. Das ist eine große Herausforderung, das ist ein Riesenspaß.“

Werder im Trainingslager Zillertal - Montag

So hat sich in dieser Saison zum Beispiel das Aufwärmprogramm verändert, und es wird noch mehr das Passspiel der Keeper geschult. Christian Vander kommt dabei eine besondere Rolle zu. Der 31-Jährige ist nicht nur „Backup für die Bundesliga“, wie er sich selbst nennt, sondern auch Mitarbeiter von Kraft. So wurde es bei seiner Vertragsverlängerung (um ein Jahr) Ende der vergangenen Saison beschlossen. „Er soll den Jüngeren Tipps geben“, sagt Kraft. Und Vander ergänzt: „Ich will den Jungs eine Stütze sein. Wir vier Torhüter versuchen, ein Team im Team zu bilden.“ Allerdings mit knallhartem Konkurrenzkampf. Denn natürlich möchte jeder im Bundesliga-Tor stehen. Der eine mehr, der andere weniger. Je nach Vorbildung. Mielitz ist als bisheriger Wiese-Ersatz erst einmal die neue Nummer eins, so steht es auch auf dem Trikot. Neuzugang Wolf wittert seine Chance und bekommt sie auch, in dem er fast immer mit Mielitz ein Trainingspaar bildet. „Da kann man die beiden sehr gut vergleichen“, erklärt Kraft. Einen Zwischenstand will der 46-Jährige aber nicht verkünden: „Jetzt geht es nur darum, alle zu 100 Prozent fit zu bekommen. Dann kommt irgendwann der Tag der Entscheidung.“

Auf Strebinger und Vander wird die Wahl nicht fallen. „Ich bin hier, um zu lernen. Es wäre toll, wenn ich es in einem halben Jahr mal in den Bundesliga-Kader schaffe“, schätzt Strebinger, der in der U 23 spielen wird, seine Chancen realistisch ein. Genauso wie Vander: „Mir hat das eine Jahr Verletzungspause das Genick gebrochen. Aber ich bin nicht sauer, sondern zufrieden mit meiner neuen Aufgabe.“ · kni

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