Werder gegen Augsburg klarer Favorit – doch Frings warnt: „Wir können uns nur blamieren“

Ticket nach Berlin zum Greifen nahe

In Gladbach machte Trainer Jos Luhukay (li.) Marko Marin einst zum Profi. Im DFB-Pokal-Halbfinale gibt’s nun ein Wiedersehen.

Werder-Bremen (flü) · Klaus Allofs hatte das Wichtigste verschlafen. „Ich bin erst bei der Auslosung der zweiten Begegnung aufgewacht“, räumte Werder Bremens Sportchef gestern ein.

Und als er dann mitbekam, dass Schalke die Bayern empfängt, wurde ihm plötzlich klar, welches Glück seine eigene Mannschaft bei der Ziehung der Halbfinalspiele im DFB-Pokal durch Nationaltorhüterin Nadine Angerer gehabt hatte: Heimspiel gegen Zweitligist FC Augsburg!

Auf dem Weg ins Finale nach Berlin eine lösbare Aufgabe, mehr noch: Das Erreichen des Endspiels ist ein Muss. Leichter hätte es schließlich für Werder nicht kommen können. Auch wenn Trainer Thomas Schaaf warnt: „Wir haben großen Respekt vor dem FC Augsburg, der in dieser Saison schon sehr überraschende Ergebnisse und tolle Spiele geliefert hat. Wir müssen absolut top drauf sein und uns auf den Punkt konzentrieren.“

Allerdings weiß der Coach auch, dass sein Team als Titelverteidiger klar in der Favoritenrolle ist. „Wir erwarten natürlich von uns den Einzug ins Finale. Und wenn wir unser Potenzial abrufen, dann werden wir auch erneut nach Berlin fahren.“

Sollte Werder die Hürde Augsburg nehmen und sich Schalke und die Bayern für die Champions League qualifizieren, stünden die Bremer schon vor dem Finale in der Europa League. Die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb wäre – wieder einmal über den Pokal – geschafft.

Doch so weit will Allofs nicht denken: „Mich interessiert das Was-Wäre-Wenn nicht. Ich denke nicht um drei Ecken herum. Uns interessiert nur dieses Halbfinale, und da müssen wir ein starkes Spiel abliefern.“

Klar, dass die sportliche Leitung sofort versucht, eine zu lasche Einstellung zu Spiel und Gegner schon im Keim zu ersticken. Bei den Spielern jedenfalls ist die Botschaft bereits angekommen. „Der Druck liegt bei uns, wir können uns doch nur blamieren“, weiß Kapitän Torsten Frings. Schon jetzt von Berlin zu träumen, wäre absolut falsch. „Wir müssen es einfach packen. Das geht aber nur mit einer 100-prozentigen Einstellung.“

Abwehrspieler Per Mertesacker warnt zwar ebenfalls vor den Augsburgern („Ihre Ergebnisse der letzten Wochen sprechen Bände, sie schlagen im Moment alle“), vertraut aber der eigenen Stärke: „Wir wollen unbedingt ins Finale, und wir werden es schaffen.“

Ein besonderes Spiel wird’s für Marko Marin. Bremens „Dribbelkünstler“ ist in Mönchengladbach unter Augsburgs heutigem Trainer Jos Luhukay zum Profi aufgestiegen. „Ich freue mich sehr auf ihn. Er hat mich zu den Profis geholt, unter ihm habe ich die ersten Spiele gemacht, mit ihm habe ich den Aufstieg in die Bundesliga gefeiert“, sagte der 20-Jährige – und fügte schmunzelnd an: „Jetzt will ich ihm zeigen, dass ich nichts verlernt habe. Ich will unbedingt mein erstes DFB-Pokalfinale erreichen.“

Beim FC Augsburg dagegen war die Stimmung eher getrübt. Manager Andreas Rettig entglitten angesichts des schweren Loses fast alle Gesichtszüge. Und in Richtung „Glücksfee“ meinte er: „Ich glaube, wir müssen Frau Angerer mal die Öhrchen langziehen . . .“

Ausgespielt werden die Halbfinals am Dienstag und Mittwoch, 23./24. März.

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