Thomas Schaafs Motivation: „Das positive Werder Bremen wieder herstellen“

Das Männchen im Hinterstübchen

Schon 1999 ein berufliches Paar. Thomas Schaaf und Klaus Allofs haben ihre Vertragsverlängerung auch von der Entscheidung des anderen abhängig gemacht.

Bremen - Sie sind unzertrennlich! Dass Klaus Allofs und Thomas Schaaf gestern gemeinsam ihre Verträge bei Werder Bremen verlängerten, ist alles andere als Zufall. Sondern Ausdruck einer Symbiose, die enger ist, als es sich die beiden Beteiligten eingestehen wollen.

Thomas Schaaf und Klaus Allofs

Zwar sagt der eine vom anderen, dass er auch ohne ihn im Profi-Fußball existieren könne, doch als es in den Verhandlungen hart auf hart kam, haben sich beide voneinander abhängig gemacht. „Meine Entscheidung pro Werder wäre mir viel schwerer gefallen, wenn sich Thomas anders entschieden hätte. Dass er den Schritt getan hat, war auch für mich das Signal“, bekannte Klaus Allofs. Und Schaaf, der bereits im Urlaub weilt, aber per Telefon zu erreichen war, gab zu: „Für mich ist wichtig, wer mein erster Ansprechpartner ist. Es wäre eine andere Situation gewesen, wenn Klaus aufgehört hätte.“

Seit zwölf Jahren stehen Allofs und Schaaf bei Werder gemeinsam in der Verantwortung. Es waren überwiegend erfolgreiche Jahre. Bis die Saison 2010/11 kam. Die sportliche Krise bei Werder (Abstiegsangst, am Ende Platz 13) war auch eine Schaaf/Allofs-Krise. Und sie war durchaus fundamental, sagt der Trainer: „Das Jahr war nicht einfach, da macht man sich Gedanken. Für mich war deshalb sehr wichtig, wie die Mannschaft in dieser Halbserie agiert.“ Weil die Negativspur verlassen wurde, Werder zur Saisonhalbzeit Fünfter ist, verwarf der 50-Jährige seine Rückzugsgedanken. Er hatte gesehen, was er sehen wollte: Die Mannschaft folgt ihm, „alle sind gewillt, etwas Positives aufzuzeigen.“

Dass diese Aussage nicht zu den zuletzt gezeigten Auswärtsleistungen passt, weiß auch Schaaf. Aber er sieht Perspektiven, die ihn motivieren und an seine Anfänge vor zwölf Jahren erinnern. „Mein Ziel ist es, das positive Werder wieder herzustellen. Wir wollen wieder die Qualität erreichen, die uns ausgezeichnet hat.“

Auf Schaaf wartet viel Arbeit. Aber er will es anpacken. Amtsmüdigkeit? Keine Spur. „Wir werden Tag für Tag vor neue Aufgaben gestellt. Wichtig ist dabei, dass im Hinterstübchen immer ein Männchen aufspringt und sich freut, diese Aufgaben anzugehen.“

Weil sein Hinterstübchen-Männchen immer noch aktiv ist, schickt sich Schaaf nun an, den Rehhagel-Rekord bei Werder zu brechen. Von 1981 bis 1995 war „König Otto“ in Bremen im Amt – oder exakt 14 Jahre, drei Monate und einen Tag. Schaaf wird diese Marke am 9. August 2013 überbieten – da ist sich Allofs sicher: „Wir haben den besten Trainer, also suchen wir nicht den zweitbesten.“ csa

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