Thomas Delaney im Interview

„Ich hasse das“

Thomas Delaney
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Thomas Delaney macht die Leistung aus dem Leipzig-Spiel trotz der Niederlage Mut für die kommenden Spiele.

Leipzig - Er hatte maßgeblichen Anteil am ersten Gegentreffer - trotzdem stellte sich Thomas Delaney nach Werders 0:2-Niederlage bei RB Leipzig den Fragen der Journalisten.

Dabei sprach der 26-Jährige über seinen Fehler, die mangelnde Chancenverwertung und den neuen Spielstil unter Trainer Florian Kohfeldt.

Wie sehr ärgern Sie sich über Ihren Fehler vor dem 1:0 für Leipzig?

Ich kann mich gar nicht richtig daran erinnern, was passiert ist. Vielleicht hat mein Gehirn die Erinnerung schon gelöscht. Ich wollte einfach den Ball stoppen, denke ich. Das hätte ich nicht tun sollen. Ich habe gesehen, dass ich ihn in dem Moment nicht mehr wegschießen kann. Ich muss mir die Szene aber erst noch einmal ansehen. Aber natürlich war es ein schlechtes Gefühl, da zu stehen und zu sehen, wie der Ball direkt zu einem so guten Spieler (Naby Keita, Anm. d. Red.) springt.

Vorne hatte Werder gute Chancen. Was hat zum Torerfolg gefehlt?

Es geht um Entscheidungen. Manchmal trifft man die richtigen, heute haben wir leider die falschen getroffen. Es war ein ausgeglichenes Spiel. Da sind es solche Dinge, die den Unterschied ausmachen.

Trotzdem hat Ihre Mannschaft insgesamt eine gute Leistung gezeigt. Macht Ihnen das Mut?

Ja. Wir sind hierher gekommen und haben an den Sieg geglaubt. Es war dann aber leider nicht genug. Es war ein ganz anderes Spiel als in der vergangenen Woche. Aber wir haben gesehen, dass wir mithalten können.

Trainer Florian Kohfeldt hat vor dem Spiel taktisch umgestellt. Die richtige Entscheidung?

Für mich war es gut. Natürlich kann ich hier nicht stehen und sagen, dass es funktioniert hat, weil wir nicht gewonnen haben. Aber wenn Sie sich das Spiel ansehen, dann war es nicht die falsche Entscheidung. Es war eine gute Taktik. Wir wollten über ihre schwache Seite kommen und dadurch dem Druck im Zentrum etwas entgehen.

Jetzt sind es wieder drei Punkte Rückstand aufs rettende Ufer. Wie schwer fällt es, die Tabelle auszublenden?

Wir sind auf dem richtigen Weg, aber am Ende verlieren wir zu viele Spiele. Auch wenn es heute auswärts gegen den Tabellenzweiten war - eine Niederlage ist eine Niederlage. Ich hasse das. Das werde ich immer tun. Aber in der nächsten Woche werden wir auf das Spiel gucken und sehen, dass wir guten Fußball gespielt haben. Das ist nötig, um Spiele zu gewinnen. Wir gehen in der nächste Spiel also nicht mit hängenden Köpfen.

Geht das? Kann man aus einer Niederlage Selbstvertrauen entwickeln?

Es gibt Leute, die sagen, dass man aus Fehlern und Niederlagen lernen kann. Aber glauben Sie mir: Es hilft auch, zu gewinnen. Ich würde das lieber nehmen. Am Ende geht es aber darum, wie du gewinnst und verlierst. Das ist wichtig. Wir haben den Glauben daran, dass wir das nächste Spiel gewinnen werden.

Jetzt haben Sie drei Spiele unter Florian Kohfeldt bestritten. Geht die Entwicklung in die richtige Richtung?

Wenn ein neuer Trainer kommt, gibt es immer Veränderungen, ganz egal, wer da kommt. Du musst dich als Spieler wieder neu beweisen. Ich denke, der Trainer macht einen guten Job. Man kann sehen, dass er einen neuen Spielstil ins Team gesteckt hat.

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Der Spielbericht: Gut gespielt, nichts geholt

Stimmen zum Spiel: „Unverdienter Sieg für Leipzig“

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