Gebre Selassie schwächelt bedenklich

„Theo“ und das Tief

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Muss er gegen Hannover auf die Bank? Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie hofft es nicht – und will sich im Training anbieten. ·

Bremen - Er hatte die Türklinke schon in der Hand und wollte scheinbar erneut wortlos in der Kabine verschwinden. Doch dann drehte sich Theodor Gebre Selassie gestern Nachmittag plötzlich um, kam doch noch rüber zu den Journalisten und beantwortete die größtenteils unangenehmen Fragen.

Im Nordderby beim HSV (2:3) hatte der Tscheche bei allen drei Gegentoren nicht gut ausgesehen. „Ich weiß, dass es kein gutes Spiel von mir war. Aber das kann mal passieren. Ich kann es jetzt nicht mehr ändern, muss nach vorne schauen und versuchen, es wieder besser zu machen“, sagte der tschechische Nationalspieler.

Selbtskritik ja, aber nicht im Übermaß. „Es war nicht so, dass ich drei Mal hintereinander total schlecht war. Es war dieses eine Spiel“, meinte Gebre Selassie, der allerdings schon beim Rückrundenstart gegen Dortmund ziemlich überfordert wirkte auf seiner rechten Seite – besonders in der Defensive. „Dafür sind alle zuständig, daran müssen alle arbeiten. Wir müssen noch mehr als Team auftreten und einander helfen“, betonte Gebre Selassie. Als Außenverteidiger habe er es „immer schwer. Wenn der Stürmer an dir vorbeikommt, bist du der Dumme. Wenn nicht, ist das normal.“

In Hamburg kam Heung-Min Son mühelos an „Theo“ vorbei und traf zum 1:1. Eine Szene, die den Bremer offenbar zusätzlich verunsicherte. Er zeigte eine schaurige Leistung, seine schwächste im Werder-Trikot. „Klar, nach so einem Spiel ist das Selbstvertrauen nicht mehr groß“, gestand Gebre Selassie.

Ein Platz auf der Ersatzbank am Freitag gegen Hannover wäre angesichts des Formtiefs die logische Konsequenz für den 26-Jährigen, der in der gesamten Saison selten richtig überzeugt hat. „Wir werden sehen“, sagte Gebre Selassie, „ich kann nur trainieren und mich anbieten. Alles andere entscheidet der Trainer.“

Training am Dienstag

Werder-Training am Dienstag

Und der hat sich erst mal entschieden, Gebre Selassie im Training nicht in die B-Elf zu stecken und ihm stattdessen den Rücken zu stärken. „Man kann ihm nicht unterstellen, dass er im HSV-Spiel nicht wollte. ,Theo‘ ist ein hochmotivierter Mann, bringt sich voll ein“, urteilte Thomas Schaaf und ergänzte: „Man hat gesehen, dass nicht alles funktioniert, aber er wehrt sich dagegen.“ · mr

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