Innendeputation diskutiert Sicherheitskonzept für das Weserstadion / Prüfung der Platznutzung

Tennisverein will nicht für Fußball weichen

Zwist beim Konzept gibt es um die Tennisplätze beim Verein Rot-Gelb. ·

Bremen - Dass die Sicherheit im und am Weserstadion verbessert werden muss, ist für alle Beteiligten unstrittig. Wer jedoch was dafür bereit ist zu geben, das ist keinesfalls klar. Gestern Nachmittag beschäftigte sich die Innendeputation erneut mit dem Thema.

Seit der Auswertung einer Katastrophenschutzübung von Polizei und Feuerwehr im Juni 2011 steht fest, dass es sowohl „innerhalb des Stadions als auch in dessen Außenbereich Optimierungsbedarf bei den objektbezogenen Vorbereitungen für die Bewältigung von Schadenslagen mit einer größeren Anzahl von Verletzten“ gibt, wie es im Beamtenjargon heißt. Seitdem arbeitet eine Planungsgruppe an Lösungsvorschlägen, wie und wo man im Ernstfall Verletzte im und am Fußballstadion am besten versorgen könnte. Schnell kristallierte sich heraus, dass der Fokus dafür auf der Westseite des Weserstadions liegen müsse. „Die Verhältnisse auf der Ostseite sind unproblematisch“, konstatiert Robert Bücking für das Leitbildgremium „Pauliner Marsch“. Auch eine Erschließung eines westlichen Behandlunsgsplatzes für Verletzte über den „Ambiente“-Weg entlang des gleichnamigen Cafés am Osterdeich halte man für einleuchtend.

Raum für weiteren Diskussionsbedarf bieten indes die benachbarten Tennisplätze des Vereins Rot-Gelb. Der Club mit seinen 120 Mitgliedern verfügt direkt rechts neben dem Weserstadion über fünf Plätze. Mit langfristigem Pachtvertrag. Zwei davon sollte er nach Wunsch des Innenressorts für das Sicherheitskonzept abgeben. Pläne, die man beim Verein nicht hinnehmen will. Mit drei Ascheplätzen könne man den Mitgliedern nicht ausreichend Möglichkeit für ihren Sport bieten, heißt es beim Tennisclub.

Dort war man generell bereit, einen Platz abzutreten. Und wartet nun mit einem neuen Vorschlag auf: Zu Fußballspielen solle man das gesamte Tennisareal brachlegen und Klappzäune installieren, die das Gebiet so in eine ebenerdige leicht passierbare Fläche verwandeln. Der Sprecher der Innenbehörde bezifferte die Kosten dafür zwischen 50 000 und 100 000 Euro pro Saison. Kosten, die das Ressort nicht bereit ist zu tragen. Jetzt soll dieser Vorschlag nochmals komplett geprüft werden. · cl

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