Bremer Suche nach Orientierung und Konstanz geht morgen gegen Mainz weiter

Szalai stoppen und siegen

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Aktuell bei FSV Mainz 05 „unverzichtbar“: Adam Szalai hat in dieser Saison bereits sieben Mal getroffen. ·

Bremen - Vorsicht, Werder! Dieser Mann ist gefährlich, extrem gefährlich sogar. Am vergangenen Spieltag schoss Adam Szalai den FSV Mainz 05 mit drei Toren im Alleingang zum 3:0 über 1899 Hoffenheim. Und morgen?

Morgen müssen die Bremer den Torjäger im Weserstadion (17.30 Uhr) ausbremsen. Und zwar „mit allen elf Mann, die auf dem Platz stehen“, sagt Trainer Thomas Schaaf vor der Partie, die für Werder mal wieder richtungsweisenden Charakter hat.

Das stete Auf und Ab der vergangenen Wochen bedingt, dass die Bremer dauerhaft zwischen oben und unten im Mittelmaß herumschwirren – ohne klar erkennbare Orientierung, wohin die Mannschaft tatsächlich tendiert. Vor zwei Wochen das begeisternde 4:0 gegen Borussia Mönchengladbach, danach das unbefriedigende 1:1 bei Greuther Fürth. „Wir suchen noch nach der Konstanz“, sagt Kapitän Aaron Hunt. Gegen Mainz, die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga, soll sie gefunden werden – der von Tor-Granate Szalai ausgehenden Gefahr zum Trotz.

Mit den drei Treffern gegen Hoffenheim hat sich der Ungar auf Platz zwei der Bundesliga-Torjägerliste geballert. Nur Bayern-Star Mario Mandzukic (8) hat noch häufiger getroffen als der Mainzer (7). Mit seiner Quote hat Szalai einen Riesenanteil am Erfolg der Mannschaft, die nach zehn Punkten aus den vergangenen vier Partien auf Tabellenplatz sechs vorgestoßen ist. Und wer nicht glaubt, dass der 24-Jährige derzeit der Schlüsselspieler des FSV ist, kann sich jetzt die Meinung des Teamkollegen Andreas Ivanschitz zu Gemüte führen: „Adams Präsenz auf dem Platz ist extrem wichtig für uns. Er ist in bestechender Form und tut uns allen gut.“ Und Trainer Thomas Tuchel hält seinen Haupttorschützen aktuell gar für „unverzichtbar“. Folglich kann das Werder-Rezept nur lauten: Szalai kaltstellen, Mainz entschärfen!

Zu kurz gedacht, widerspricht jedoch Mittelfeldspieler Zlatko Junuzovic. „Mainz agiert als Mannschaft sehr geschlossen. Und es gibt immer mal den einen oder anderen Spieler, der davon besonders profitiert“, sagt der Österreicher, der sich aber weder vom gegnerischen Kollektiv noch von Szalais individuellen Fähigkeiten verschrecken lässt. „Der Vorteil in diesem Spiel liegt doch bei uns“, meint er: „Wir spielen zu Hause. Und zu Hause sind wir einen Tick besser als auswärts. Im eigenen Stadion mit den eigenen Fans im Rücken macht Fußball einfach extrem viel Spaß.“

Das lässt sich auch an den Zahlen ablesen. Sieben von elf Punkten holte Werder im Weserstadion, nur vier Zähler brachten die Bremer aus der Fremde mit. Oder anders gesagt: Daheim ging’s meistens rauf, auswärts meistens runter. Bleibt es dabei, ist wenigstens der Sonntag gerettet. Und ein neuer erster Schritt auf dem Weg nach oben gemacht. Werder würde mit einem Sieg sogar Szalai und seine Mainzer überholen. Thomas Tuchel würde sich in diesem Fall gewiss ärgern – aber im hintersten Winkel seiner Gefühlswelt könnte sich auch ein bisschen Freude regen. Denn gestern gab der FSV-Coach zu, dass die Bremer und ihr offensiver Stil ihn seit Jahren beeindrucken: „Ich bin schon immer, also seit ich Sportschau gucke, ein bisschen Werder-Fan.“ · csa

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