Werder gegen Cottbus endet 1:1

Systematisch unentschieden

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Freude über die Führung: Aaron Hunt gratuliert Eljero Elia zu seinem Tor

ZELL AM ZILLER · Donnergrollen im Zillertal, aber Werder ließ es nur hin und wieder krachen: Der Bundesligist musste sich gestern Abend beim ersten Härtetest in dieser Vorbereitung mit einem 1:1 (1:0) gegen Energie Cottbus begnügen. Eine Enttäuschung war es aber nicht. Die Bremer überzeugten kämpferisch, zeitweise auch spielerisch – und das war gegen den Zweitligisten, der wegen des früheren Saisonstarts (8. August) schon wesentlich länger im Training und damit viel weiter ist, gar nicht so einfach.

„Wir haben uns körperlich gut präsentiert, gut kombiniert, ein schönes Tor geschossen. Es war ein hohes Tempo im Spiel. Ich bin zufrieden“, lautete das Fazit von Trainer Thomas Schaaf.

Selten war beim Anpfiff so genau hingeschaut worden wie gestern, denn alle wollten wissen: Mit welchem System geht Schaaf diese erste Herausforderung gegen ein Profi-Team an? Auf den ersten Blick sah es nach einem 4-1-4-1 aus, mit Philipp Bargfrede als Sechser vor der Abwehr und Nils Petersen als einziger Sturmspitze. Doch immer wieder wurde daraus ein 4-3-3, weil sich Aaron Hunt und Zlatko Junuzovic fallen ließen und Eljero Elia und Marko Arnautovic weiter nach vorne rückten.

Dem Ex-Bremer Boubacar Sanogo war die Systemfrage ziemlich egal, er hatte schon nach vier Minuten die erste Chance, schoss aber vorbei. Sokratis hatte geschlafen. Der Grieche wirkte nicht fit, ihm machte seine Knieverletzung – erlitten vorgestern im Training – zu schaffen.

Werder antwortete prompt: Mit einem Hammer von Arnautovic, den Thorsten Kirschbaum aber parierte. Danach gab‘s viel Leerlauf. Die Bremer wollten schnell nach vorne spielen, machten aber zu viele Fehler. Erst in der 28. Minute sorgte Junuzovic nach feiner Vorarbeit von Hunt mal wieder für Stimmung, doch sein Schuss strich knapp am Tor vorbei.

1:1 gegen Cottbus

Apropos Stimmung: Die war trotz Dauerregens und Blitz und Donner in zum Glück sicherer Entfernung bestens. Vor allem die rund 300 Werder-Anhänger, die die Fanreise des Clubs gebucht hatten, machten ordentlich Alarm. In der 33. Minute durften sie endlich jubeln: Elia schlenzte die Kugel gekonnt mit dem rechten Fuß in den Winkel – 1:0. Junuzovic und Barg frede hatten sehenswert vorbereitet. 

Kurz zuvor war Petersen – wie abgesprochen – vom Platz gegangen. In der Pause folgte der Rest. „Ich wollte allen Spielern die Chance geben, sich zu zeigen“, erklärte Schaaf. Die vermeintliche B-Elf spielte dann nicht mehr so schwungvoll, was allerdings auch am Platz lag, der immer matschiger wurde. Kapitän Clemens Fritz (50.), der überraschend zunächst draußen gesessen hatte, und Florian Trinks (74.) verpassten die Vorentscheidung. Daniel Adlung machte es sechs Minuten vor dem Ende besser und nutzte die dritte gute Cottbuser Chance in Halbzeit zwei zum Ausgleich. Erst hatte Trinks nicht aufgepasst, dann Aleksandar Stevanovic nicht hart genug attackiert und schließlich kam Sebastian Mielitz zu zögerlich aus seinem Kasten, Adlung lupfte den Ball geschickt ins Tor.

„Natürlich wollen wir immer gewinnen“, meinte Schaaf: „Aber im Moment ist noch die Leistung wichtiger – und die war positiv.“ Die Themen System und offensivere Ausrichtung handelte er schnell ab: „Wir wollen einfach nur aktiver sein.“

Werder: Wolf (46. Mielitz) - Gebre Selassie (46. A. Stevanovic), Prödl (46. Lukimya), Sokratis (46. Kroos), Schmitz (46. Hartherz) - Bargfrede (46. Trybull) - Arnautovic (46. Trinks), Junuzovic (46. Fritz), Hunt (46. Ignjovski), Elia (46. Füllkrug) - Petersen (32. Avdic, 60. Wurtz). · kni

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