Ein Syker auf den Spuren von Christian Schulz

Timo Perthel gibt alles, um sich bei Werder durchzusetzen.

Werder-Bremen - BAD WALTERSDORF n Sie kommen aus Bolivien, Brasilien, der Elfenbeinküste – oder eben auch aus Syke. Timo Perthel hat in der Bremer Multi-Kulti-Truppe eine ganz besondere Position: Nach dem Weggang des Bassumers Christian Schulz könnte aus dem 20-Jährigen wieder ein „local hero“ werden, einer der aus der direkten Umgebung von Bremen stammt und es ins Profi-Team schafft.

Einen Bundesliga-Einsatz hat er schon auf seinem Konto. Natürlich will Perthel mehr: „So fünf, sechs in der Hinrunde wären nicht schlecht.“

Der junge Mann ist optimistisch, aber auch realistisch: „Natürlich wird es schwer. Und mir ist klar, dass ich wohl erst mal wieder zur U 23 zurück muss, wenn die Saison losgeht.“ Aber das sei kein Problem, „Werder gehört eben zu den Top-Clubs, da muss man Geduld aufbringen. In Bochum würde ich mich sicher nicht mit der U 23 zufrieden geben, sondern es wohl bei einem Zweitligisten ausprobieren.“

Die ungewohnte Belastung, zwei Trainingslager am Stück bei den Profis, hat er ganz gut weggesteckt. „Ich hatte mit dem Schlimmsten gerechnet, also war ich gut vorbereitet und hab’s bisher ganz gut überstanden“, sagt Perthel. Allerdings konnte er wegen leichter Rückenprobleme gestern nur laufen. Nicht so schlimm, es überwiegen ohnehin längst die guten Eindrücke – vor allem, wenn er bei den Testspielen im linken offensiven Mittelfeld ran durfte. „Das lief ganz gut.“ Als Linksverteidiger gegen Jablonec weniger. „Da hatte ich in der Rückwärtsbewegung Probleme.“

Trotzdem gönnte sich Perthel am freien Nachmittag am Donnerstag eine kleine Belohnung. Mit Kollegen ging’s in Bad Waltersdorf in eine Eisdiele – und anschließend noch zum Friseur: „Sonst kommt man ja nie dazu.“

Irgendwie gilt das auch für die Testspieleinsätze. Perthel profitierte auch davon, dass einige Stammkräfte fehlten. Weil’s für Werder mit den vielen U 23-Akteuren nicht so gut lief, gab’s prompt Kritik in den Medien. Doch die wehrt der 20-Jährige cool ab: „Irgendwann müssen wir Jungen auch mal bei den Profis spielen. Sonst können wir den Sprung nie schaffen.“ Und es würde keinen Nachfolger von Christian Schulz geben…

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