Nach seiner Premiere im Werder-Trikot braucht Zlatko Junuzovic lange, um den Adrenalinspiegel wieder zu senken

Super Bowl als Schlaftablette

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Abklatschen nach der ersten gemeinsamen Tor-Produktion: Zlatko Junuzovic (re.) und Claudio Pizarro.

Bremen - Weltweit sahen 800 Millionen Menschen zu – aber einer schlief: Zlatko Junuzovic. Nach der Rückkehr aus Freiburg hatte er sich in der Nacht auf Montag vor den Fernseher geklemmt. Es lief der Super Bowl, New York Giants gegen die New England Patriots.

In den USA war das 21:17 der Giants der Sport-Aufreger schlechthin, für Junuzovic jedoch das beste Mittel, nach seinem ganz persönlichen Highlight aufgestautes Adrenalin abzubauen: „Bis zum letzten Viertel habe ich es geschafft, dann bin ich eingeschlafen.“

Ungefähr 3.00 Uhr wird es gewesen sein. So lange hat er gebraucht, um die Eindrücke seiner Premiere als Werder-Profi zu verarbeiten. Klar, das 2:2 und damit der verpasste Sieg wurmte den Österreicher. Dennoch: Der Blick zurück auf den Sonntag ist nicht grimmig, sondern positiv. „Dass ich gleich durchspielen durfte, hätte ich selbst nicht gedacht“, meinte Junuzovic gestern. Und dass er gleich mit dem Assist zur Bremer 1:0-Führung ein Zeichen setzen würde, auch nicht. Eine „extreme Erleichterung“ habe er gespürt, als Claudio Pizarro (Junuzovic: „Ein unglaublich guter Spieler“) die Vorlage verwandelt hatte.

Die Bilder vom Training am Montag

Werder Training am Montag

Der Druck, das gesteht der 24-Jährige, war schon groß. Der „brutal schnelle“ Wechsel von Austria Wien zu Werder, dann die Vergleiche mit den großen Bremer Spielmachern der Vergangenheit – es war schon einiges auf Junuzovic eingeprasselt. Seine Bewältigungsstrategie: „Ich habe mich auf das, was geschrieben und geredet worden ist, einfach nicht eingelassen.“

Mit einem Andreas Herzog, Johan Micoud, Diego oder Mesut Özil, die einst im Werder-Mittelfeld regierten, will sich Zlatko Junuzovic ohnehin „nicht vergleichen“. Schon allein deshalb, weil er sich nicht auf deren Position im zentralen Mittelfeld sieht. Bei Austria Wien spielte der Rechtsfuß zumeist auf der linken Außenbahn, Thomas Schaaf beorderte ihn gegen Freiburg nach rechts. „A bissel ungewohnt“ war es dort für ihn, gibt Junuzovic zu: „Über kurz oder lang wird es aber egal sein, auf welcher Seite ich spiele. Das kommt alles mit der Zeit.“

Die Noten zum Spiel gegen Freiburg

Die Einzelkritik: Pizarro wieder der Beste

Die Torvorlage hatte er von links und mit links geliefert. Dabei ist der rechte eigentlich sein stärkerer Fuß. Dass er sich trotzdem auf der anderen Seite wohler fühlt, erklärt Junuzovic so: „Ich bin nicht der typische Flankengeber, der bis zur Grundlinie durchgeht. ich schneide lieber von links in die Mitte.“ Im Stile eines Philipp Lahm. · csa

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