Werder hat bislang zu Hause enttäuscht / Allofs: „Das war zu wenig“ / Mainz kommt mit breiter Brust

Die Suche nach der Heimstärke

Fordert gegen Mainz eine konzentrierte Defensivarbeit und taktische Disziplin: Werder-Verteidiger Per Mertesacker.

Bremen - Von Arne Flügge. Die Statistik liest sich sehr ordentlich: Nach der 2:3-Auftaktpleite in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt hat Werder Bremen neun Pflichtspiele in Folge nicht mehr verloren. Doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail.

In ihren Liga-Heimspielen haben die Bremer bislang enttäuscht: Vier von neun möglichen Punkten – das ist zu wenig, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. „Es ist wirklich schon sehr außergewöhnlich für uns, dass es zu Hause nicht so läuft“, meint Kapitän Torsten Frings.

Heute (15.30 Uhr) kommt die Überraschungsmannschaft vom FSV Mainz 05 ins Weserstadion. Der selbsternannte Karnevalsverein liegt als Aufsteiger fast schon sensationell auf Platz fünf. Doch das soll die Bremer nicht davon abhalten, ihre ramponierte Heimbilanz aufzumöbeln. Das zumindest fordert Werder-Sportchef Klaus Allofs : „Mainz steht nicht umsonst dort oben. Trotzdem müssen wir die drei Punkte holen.“ Um die gesteckten

n„Müssen taktisch

nklug spielen“

Ziele zu erreichen, „müssen wir auch eine gewisse Heimstärke entwickeln“, meint Allofs: „Eine Niederlage gegen Frankfurt, ein Sieg gegen Gladbach und ein Unentschieden gegen Hannover sind da bislang natürlich zu wenig.“

Doch aufgepasst, Werder! Die Mainzer kommen mit breiter Brust an die Weser. Nachdem Thomas Tuchel das Traineramt vom gefeuerten Jörn Andersen übernommen hat, ist nicht nur der Erfolg, sondern auch der Spaß am Fußball zurückgekehrt. „Der neue Trainer führt in Mainz das fort, was Jürgen Klopp damals eingeläutet hat“, weiß Bremens Mittelfeldspieler Tim Borowski: „Und die Jungs setzen das richtig gut um.“ Abwehrspieler Per Mertesacker spricht sogar von „einem Erfolgsmodell Mainz. Sie haben wirklich eindrucksvolle Ergebnisse erzielt.“

Nun ist der 36-jährige Tuchel aber nicht nur der Spaßbringer am Bruchweg – der Coach der Mainzer ist zudem ein messerscharfer Analytiker und ähnelt auch in dieser Funktion Jürgen Klopp. „Wir dürfen nicht nur stur verteidigen“, sagt Tuchel, „Bremen hat eine große spielerische Kompetenz und einen asymetrischen Spielaufbau – insbesondere die Offensivspieler haben viele Freiheiten bei Ballbesitz, Stellungen werden aufgelöst, und es wird viel rangiert. Das ist es schwer auszurechnen, was taktisch auf uns zukommt.“

Tuchel hat also genau hingeschaut. Und somit werden die Mainzer heute topvorbereitet in die Partie gehen. „Die Ausgangslage kann uns natürlich beflügeln, und ich habe viel Vertrauen in meine Mannschaft“, erklärt der Mainzer Trainer, „doch wir müssen gegen Werder an unsere Leistungsgrenze gehen.“

Ihr volles Pozenzial müssen auch die Bremer abrufen. Durchhänger wie zuletzt in Funchal und gegen St. Pauli, die jeweils fast den Sieg gekostet hätten, darf sich Werder nicht mehr erlauben. „Wir müssen hochkonzentriert in der Defensive sein, taktisch klug spielen und unsere Chancen nutzen“, fasst Mertesacker zusammen. Nur so könne der angestrebte Sieg auch eingefahren werden. Denn die Hanseaten können es sich nicht leisten, im eigenen Stadion noch mehr Punkte liegen zu lassen. „Um an der Spitzengruppe dranzubleiben, müssen wir das Spiel unbedingt gewinnen“, fordert Borowski: „Wir müssen klar zeigen, wer der Herr im Hause ist.“

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