Werders Nils Petersen seit über einem Jahr torlos im Weserstadion – und nun ausgepfiffen

Sturmproblem? „Davon kann man reden“

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Ein bisschen Trost vom Trainer: Robin Dutt gibt Nils Petersen, der bei seiner Auswechslung gegen Wolfsburg ausgepfiffen wurde, einen aufmunternden Klaps. ·

Bremen - Pfiffe im Weserstadion gegen einen eigenen Spieler? Das gab es schon lange nicht mehr. Am Dienstagabend gegen Wolfsburg (1:3) war es mal wieder soweit. Als Nils Petersen in der Nachspielzeit den Rasen verließ, waren die Unmutsäußerungen von den Rängen deutlich zu hören.

Der Stürmer hatte einen – höflich formuliert – ganz unglücklichen Abend erwischt, enttäuschte total und hatte dann auch noch Pech bei einem Lattenkopfball (63.). Gestern Vormittag versuchte der 25-Jährige erst gar nicht, sich herauszureden. „Ich habe viele Bälle verloren und nicht festgemacht. Alles in allem war es kein guter Auftritt von mir“, meinte Petersen.

Die Pfiffe, die ihn am Abend gewiss getroffen hatten, habe er ganz gut verdaut. „Da sind eben viele Emotionen dabei, die mal raus müssen. Die Leute wollen Tore von einem Stürmer sehen. Das ist eben das Leid eines Fußballers, der zu Hause lange nicht mehr getroffen hat“, sagte Petersen. Sein letzter Pflichtspiel-Treffer im Weserstadion datiert vom 16. Februar 2013 (ein Doppelpack beim 2:3 gegen Freiburg) – das ist über ein Jahr her. Dass er alle seine sechs Saisontore auswärts erzielte, sei „eher Zufall“, urteilte Petersen. Vielleicht sitzt die Heim-Serie „aber auch ein bisschen im Unterbewusstsein. Und dann verkrampft man womöglich“.

Wegen der recht defensiven Bremer Spielweise sei es für Angriffspartner Franco Di Santo (zwei Treffer) und ihn „momentan nicht so leicht, viele Tore zu schießen“, sagte Petersen. Und die Frage, ob Werder ein Sturmproblem hat, verneinte er nicht: „Davon kann man vielleicht reden.“ · mr

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