Experiment geglückt: Mit Moreno und Rosenberg hat Trainer Schaaf zwei Alternativen mehr

In den Sturm kommt wieder Bewegung

Pech mit einem Pfostenschuss: Markus Rosenberg (li.).

BREMEN (flü/kni) Es war eine mutige Entscheidung von Thomas Schaaf, im Pokalspiel gegen St. Pauli den Testlauf mit den Stürmern Markus Rosenberg und Marcelo Moreno zu starten. Immerhin ging es um den Einzug ins Achtelfinale. Und diese wichtige Partie mit zwei Spielern zu beginnen, die noch längst nicht voll im Saft stehen, war ein Spiel mit dem Feuer.

Da es am Ende gerade noch gutging, beschäftigte sich der Coach auch nicht mit dem Was-Wäre-Wenn, sondern nur mit dem Sinn und Zweck seiner Maßnahme. „Wir wollten erstmal schauen, für welche Qualität sie schon stehen. Sie haben einen Wettkampf gehabt, der sie nach vorn bringen wird“, erklärte der Coach. Sein Fazit: „Es war okay, bei beiden ist aber auch noch viel Luft nach oben.“

Immerhin ist Schaaf nun um die Erkenntnis reicher, dass er wieder mehr Möglichkeiten im Angriff hat. Denn sowohl Rosenberg als auch Moreno boten den Umständen entsprechend eine ordentliche Leistung.

„Ich brauchte dieses Spiel. Ich habe mich physisch sehr gut gefühlt“, meinte Rosenberg, der fast vier Monate gefehlt hatte. Doch ganz zufrieden war er dann auch nicht: „Ich habe viele Chancen gehabt und hätte ein Tor machen müssen.“ Der 26-Jährige traf nur den Pfosten.

Einen positiven Eindruck hinterließ auch Marcelo Moreno. „Das war in Ordnung. Wir konnten ja keine Wunderdinge erwarten“, meinte Sportdirektor Klaus Allofs und ergänzte: „Der Zug zum Tor und die Abstimmung müssen noch besser werden.“

Wichtig sei aber die Erkenntnis, „dass Rosi und Marcelo gezeigt haben, dass wir auf sie bauen können“, fand Claudio Pizarro: „Wir brauchen sie in den nächsten schweren Wochen.“ Der Stürmer saß gegen St. Pauli zunächst nur auf der Bank. „Ich hatte ein bisschen Grippe in den letzten Tagen. Deswegen war es ganz gut, dass ich draußen sein durfte“, erklärte Pizarro.

Auch Marko Marin, zuletzt Sturmpartner des Peruaners, war nicht in der Startelf. „Das war absolut okay. Der Trainer hat mit mir gesprochen. Ich sollte mal eine Pause bekommen“, sagte der 20-Jährige. Marin freute sich indes über das gelungene Experiment mit Rosenberg und Moreno in der Bremer Startformation. „Wir haben alle drei Tage ein Spiel. Da brauche wir viele Stürmer“, meinte der Ex-Gladbacher. Und das nicht ganz ohne Eigennutz. „Ich hoffe, dass ich dann bald wieder im Mittelfeld spielen kann“, schmunzelte Marin, der sich bekanntlich hinter den Spitzen wohler fühlt als in vorderster Front.

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