Moreno will den Anschluss nicht verpassen, muss aber Marin wieder den Vortritt lassen

20 Stunden Flug – und ab auf den Trainingsplatz

Werder-Bremen - BREMEN (flü) n Drei Flüge mit einer Gesamtdauer von 20 Stunden, dazu zwei kräftezehrende WM-Qualifikationsspiele in Südamerika in den Knochen – trotzdem ist Marcelo Moreno gestern Nachmittag direkt vom Flughafen zum Weserstadion gefahren, um zu trainieren. Das ist mal Arbeitseinsatz!

Freilich absolvierte der neue Werder-Stürmer nicht die komplette Einheit mit der Mannschaft, sondern arbeitete individuell mit Fitness-Coach Benjamin Kugel. Doch es war ein Zeichen Morenos an Trainer Thomas Schaaf: Ich will hier nichts verpassen.

Engagement fehlt dem 22-Jährigen ohnehin nicht. „Er ist unheimlich eifrig“, sagt Schaaf. Dass Moreno bislang noch nicht den Durchbruch geschafft hat, liegt vielmehr an anderen Dingen. „Marcelo hatte lange nicht gespielt, dann die Umstellung. Er braucht einfach noch ein bisschen Zeit“, fordert Schaaf Geduld mit seinem Angreifer. Das Zusammenspiel mit den Kollegen müsse noch besser werden. „Es ist noch nicht so, dass man von blinden Abläufen reden kann“, weiß Schaaf, der von seinem Stürmers fest überzeugt ist: „Er hat hervorragende Qualitäten, das hat Marcelo schon in einigen Spielen bewiesen.“ Die müsse Moreno jetzt konstant abrufen.

Schaaf will nun bis zum Heimspiel morgen gegen Hannover genau hinschauen, wie Moreno die strapaziöse Länderspielreise weggesteckt hat. „Wir müssen sehen, wie er drauf ist und ob er müde ist“, so der 48-Jährige.

Ein Einsatz gegen Hannover von Beginn an ist allerdings so gut wie ausgeschlossen. Obwohl in Hugo Almeida und Markus Rosenberg zwei etatmäßige Stürmer fehlen, wird Schaaf vermutlich wieder auf das Duo Claudio Pizarro/Marko Marin setzen. Das hat zuletzt beim 3:2 in Berlin gut funktioniert. „Mir machen alle Positionen in der Offensive Spaß. Als Stürmer in Berlin hat’s auch gut geklappt“, sagt Marin, „obwohl ich mich als offensiven Mittelfeldspieler sehe.“ Doch wenn Schaaf ihn wieder als Stürmer braucht, „bin ich natürlich zur Stelle“.

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