Stürmt Werder auch ohne Pizarro an die Spitze?

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Am Mittwoch durfte sich Markus Rosenberg nur warmlaufen, heute könnte der Werder-Profi wieder gebraucht werden.

Bremen - Von Björn Knips. Er hat es nicht einmal probieren können: Claudio Pizarro fehlte gestern beim Abschlusstraining und wird Werder Bremen heute aufgrund seiner Sprunggelenksverletzung beim Bundesliga-Gastspiel in Nürnberg (15.30 Uhr/Sky live) nicht zur Verfügung stehen.

Aber auch ohne seinen besten Torjäger will Werder an die Tabellenspitze stürmen. „Hoffentlich klappt das“, meint Naldo. Und der Verteidiger strahlt Zuversicht aus: „Wir haben noch andere gute Stürmer, und vielleicht kann ja auch ich mit einem Tor helfen.“

Hilfe müsste zudem von anderen Clubs kommen. Denn für Werders erste Tabellenführung seit dem 31. Januar 2007 ist nicht nur ein Bremer Sieg Pflicht, sondern mindestens auch Unentschieden vom Hamburger SV (gegen Mönchengladbach) und von Bayer Leverkusen (beim FC Schalke). „Das ist kein Gedanke mit dem ich aufwache“, spielt Klaus Allofs das Thema etwas herunter.

Wieso eigentlich? Mit der Super-Serie von 16 Pflichtspielen ohne Niederlage ist Werder die Mannschaft der Stunde in der Liga, der Sturm an die Spitze wäre nur die logische Fortsetzung. Das Selbstbewusstsein ist riesig. Da hat plötzlich sogar Trainer Thomas Schaaf vor dem Gastspiel beim Tabellen-16. kein Problem damit, „die Favoritenrolle zu übernehmen“. Früher hätte er beim Begriff Favorit nur die Stirn gerunzelt und behauptet, er könne mit derlei Einordnungen nichts anfangen. Nun erträgt er sie, weil‘s sowieso nicht anders geht. Denn Werder hat die Vorjahres-Krankheit abgelegt, vermeintlich schwächere Gegner nicht ernstzunehmen – bestes Beispiel: das begeisternde 3:0 am Mittwoch im DFB-Pokal gegen Zweitligist 1. FC Kaiserslautern.

So schön es war, die Partie hatte aber auch negative Folgen: Die beiden Stürmer Marcelo Moreno und Torsten Oehrl verletzten sich und fallen vorerst aus. Genauso wie Pizarro, dem es zwar besser, aber eben noch nicht gut genug geht. Somit hat Schaaf ein echtes Sturmproblem. Marko Marin, den Schaaf schon lange vom offensiven Mittelfeldspieler zum Angreifer gemacht hat, ist an vorderster Front gesetzt. Aber wer darf neben ihm ran? Als echte Spitze steht nur noch Markus Rosenberg zur Verfügung. Doch der Schwede ist beim Coach wegen mangelhafter Leistungen in Ungnade gefallen, stand beim letzten Bundesliga-Spiel in Bochum gar nicht im Kader und durfte sich gegen Kaiserslautern nur warmlaufen.

Immerhin traf er gestern im Trainingsspiel – und das äußerst sehenswert. Sollte Schaaf das nicht beeindruckt haben, wird’s wohl folgende Variante geben: Aaron Hunt rückt in den Sturm, und seinen Platz im Mittelfeld nimmt Philipp Bargfrede ein. So oder so – in jedem Fall soll’s wieder stürmisch zur Sache gehen. „Wir wollen Nürnberg in Not bringen“, kündigt Schaaf an. Von der Tabellenführung will er dagegen nichts hören, er hat seinen ganz eigenen Plan: „Jetzt geht’s nur darum, eine gute Ausgangsposition für die Zeit zu schaffen, wenn am Ende die entscheidenden Punkte gesetzt werden müssen.“

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