Stürmer bleibt nach Lob am Boden: „Ich werde einen Teufel tun, hier Ansprüche zu stellen“

Davie Selke mal ganz defensiv

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Entschlossen: Davie Selke fightete stark und hätte fast das 3:2 markiert.

Berlin - Das wäre das i-Tüpfelchen gewesen! Drei Minuten vor Schluss hatte Davie Selke im Berliner Olympiastadion das 3:2 für Werder auf dem Fuß – nach einer insgesamt sehr engagierten Offensivleistung im Bremer Trikot. Kaum auszudenken, wie die Reporter den erst 19-Jährigen danach belagert hätten.

Doch Herthas Keeper Thomas Kraft war ihm noch mit einer Glanztat in die Quere gekommen. Trotzdem fingen die Journalisten den baumlangen Stürmer auf dem Weg in die Katakomben ab – und der beantwortete die Fragen in bester Laune. Auch zu seinem Pech zum Schluss: „Schade, aber es war eine Super-Parade“, fasste Selke die Szene zusammen, in der er ein bisschen zu überhastet abschloss: „Ich habe einen schönen Ball von Franco Di Santo bekommen und dann instinktiv mit dem Innenspann genommen.“ So blieb's beim 2:2 – „doch ich bin einfach froh, dass am Ende wenigstens dieser Punkt für uns dasteht.“

Mit „ein, zwei Jahren mehr Erfahrung macht er das Tor“, vermutete Trainer Robin Dutt hinterher, „oder er legt nochmal quer.“ Vorwürfe machte er dem Talent aber keineswegs: „Davie fightet, tut der Abwehr immer weh, gibt keinen Ball verloren.“

So darf es ruhig weitergehen. „Aber ich werde einen Teufel tun, hier irgendwelche Ansprüche zu stellen“, stellte Selke klar: „Ich bin sehr glücklich über jede Minute, die ich hier bekomme.“ Ginge es nach Sportchef Thomas Eichin, dürften ruhig noch weitere hinzukommen. Erstens, weil „immer Alarm ist, wenn Davie reinkommt“. Zweitens, weil sich Selkes Vertrag bei einer bestimmten Zahl an Einsatzzeiten automatisch um ein Jahr verlängert. „Er wird bei uns seinen Weg machen – wenn er will“, versprach Eichin.

ck

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