Comeback in Nationalelf – und Schaaf ist verstimmt

Der Streit um Jensen

Umstrittenes Comeback: Daniel Jensen (rechts).

Werder-Bremen - BREMEN (flü) · Für Daniel Jensen war es ein „super Gefühl“, für Werder-Trainer Thomas Schaaf schlichtweg ein Ärgernis.

Das 30-minütige Comeback des dänischen Mittelfeldspielers gegen Ungarn nach sechsmonatiger Verletzungspause wegen einer Operation an der Achillessehne hat für Verstimmung zwischen den Bremern und Dänemarks Trainer Morten Olsen geführt. Während Olsen den 30-Jährigen Routinier für die WM-Qualifikationsspiele gegen Schweden (1:0) und Ungarn (0:1) unbedingt im Kader haben wollte, hätte sich Schaaf lieber gewünscht, dass sein Spieler in Bremen weiter unter Belastung trainiert, um richtig fit zu werden.

Doch Schaaf musste sich beugen, obwohl er Olsen „klar zu verstehen gegeben“ hatte, was er von der Nominierung gehalten hat. „Nachdem Dänemark am Samstag die WM-Qualifikation schon geschafft hatte, hätte ich mir gewünscht, dass Daniel zurückkommt und hier trainiert“, erklärte der Coach. Doch Jensen blieb – und spielte rund eine halbe Stunde gegen Ungarn. Fast hätte er sich dabei sogar erneut verletzt. „Ich habe nach fünf Minuten einen Schlag auf die selbe Stelle bekommen. Da habe ich schon ein bisschen im Kopf gezittert“, räumte Jensen gestern ein. Doch der Tritt hatte keine Folgen, und der 30-Jährige freute sich: „Es war einfach schön, wieder auf dem Platz zu stehen.“

Schaaf indes bleibt trotz des Comebacks von Jensen in der dänischen Nationalelf weiter der Meinung: Sein Spieler ist noch nicht fit genug für einen Einsatz. Den Punkt, an dem er wieder für Werder spielen kann, „hat er noch nicht erreicht. Wir wollen ihn an die maximale Belastung heranführen. Die hat Daniel noch nicht. Das hat mir alles nicht weitergeholfen.“ Im Klartext: Morgen gegen Hoffenheim wird Jensen nicht im Kader sein.

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