Werders 0:0 in Bayern ist mehr als nur ein Achtungserfolg / Allofs lobt die Neuen

Stolze Bremer, denn es geht auch ohne drei Stars

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Neuzugang Mikael Silvestre hatte noch ein paar Probleme auf seienr linken Abwehrseite gegen Thomas Müller.

München - Von Björn Knips · Drei verletzte Stars, zwei Debütanten und eine veränderte Viererkette – anderen Clubs wäre dieses „3-2-1“ zum Verhängnis geworden. Vor allem wenn der Gegner Bayern München und der Austragungsort Allianz Arena heißt.

Doch Werder Bremen ist anders, Werder Bremen ist stark – und das gilt eben nicht nur für die erste Elf, sondern für den Kader. Deshalb macht das 0:0 von München so viel Mut, auch wenn vier Punkte nach drei Bundesliga-Spielen eigentlich keine Jubelstürme auslösen dürften.

Impressionen vom Nord-Süd-Gipfel

Werder holt Punkt in München

„Wir haben uns durch die vielen Ausfälle nicht aus der Bahn werfen lassen und jetzt auch nicht auf einem anderen Niveau gespielt. Das ist absolut positiv“, stellte Werder-Boss Klaus Allofs erleichtert und mit ein bisschen Stolz in der Stimme fest. Denn den dezimierten Bremern hatte bei den eingespielten Bayern eigentlich jede Menge Ungemach gedroht. Schließlich fehlte in Naldo und Per Mertesacker die etatmäßige Innenverteidigung. Und wegen eines Muskelfaserrisses ist die Torfabrik Claudio Pizarro geschlossen – auch morgen noch beim Champions-League-Auftakt gegen Tottenham Hotspur (20.45 Uhr/Sky live). „Es ist zwar besser geworden, aber leider nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich glaube nicht, dass ich gegen Tottenham spielen kann“, meinte Pizarro, der quasi als Maskottchen mit an seine alte Wirkungsstätte gereist war.

Dort sah der Peruaner zwei gute Mannschaften, die nach vorne spielen wollten. Dann kann sogar ein 0:0 richtig Spaß machen. Chancen gab’s jedenfalls ausreichend – auf beiden Seiten. „Ein tolles Spiel, dem nur die Tore fehlten“, meinte Mikael Silvestre, einer der beiden Neuen im Werder-Dress. Der Franzose war mit seiner Premiere „zufrieden“, wenngleich er gestand: „In den ersten 20, 30 Minuten war es schwierig, die richtige Dosierung und die passende Position in meinem Spiel zu finden. Wenn du noch nicht ganz fit bist, musst du den Kopf einschalten.“ Genau das lobte Allofs und bezeichnete den Auftritt des 33-Jährigen als „sehr souverän“. Das war sicher etwas übertrieben. Silvestre hatte Probleme, die Pizarro wie folgt beschrieb: „Man hat gesehen, dass er lange nicht gespielt hat und noch einige Spiele braucht.“

Noch mehr Bilder vom Spiel

Bayern - Werder (Teil 2)

Wesley ist dagegen voll im Saft, kommt schließlich direkt aus dem Ligabetrieb in Brasilien. Allofs bescheinigte ihm auch ein „Riesenlaufpensum, aber er ist im Mittelfeld noch auf der Suche nach seiner Position“. Es kann also noch besser werden. Dabei kombinierte Werder auch mit einem suchenden Wesley zeitweise schon ganz ordentlich und kam überfallartig zu Großchancen. Die ganz fette Beute blieb den Bremern allerdings verwehrt, was auch ein bisschen an Marko Arnautovic lag. „Ich ärgere mich, dass ich meine beiden Chancen nicht genutzt habe“, meinte der starke Österreicher und brachte die Denkweise der Hanseaten auf den Punkt: „Von Werder können wir in dieser Saison noch viel erwarten.“

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