"Es ist ein Schock"

Die Stimmen der Werder-Spieler zum Ende der Schaaf-Ära

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Die Spieler äußern sich zum Schaaf-Rücktritt: Clemens Fritz zu Thomas Schaaf.

Bremen -  Trainer Thomas Schaaf und der SV Werder Bremen gehen nach 14 Jahren getrennte Wege. Das sagen die Spieler zum Ende der Ära.

Clemens Fritz: "Ich denke, wir können uns alle nur für die Arbeit bei ihm bedanken." Ich denke, wenn man hier 14 Jahre Cheftrainer war, 40 Jahre im Verein, das es dann sehr emotional ist. Ich denke, einige hatten gerade in den letzten Tagen vergessen, was er für Erfolge gefeiert hat. Ganz Bremen kann ihm danken. Jetzt trennen sich die Wege und man wird schauen, wie es in den nächsten Tagen weitergeht. Es war für uns überraschend, auch wenn in letzter Zeit viel spekuliert wurde. Aber als es ausgesprochen wurde, war es sehr emotional."

Sebastian Prödl: "Der erste Moment ist natürlich ein Schock. Eine lange Vereinsgeschichte hört auf. Wir waren alle betroffen und überrascht. Das ist noch nicht in Worte zu fassen. Es war emotional von unserer Seite wie auch von seiner Seite. Es wird dauern bis wir Spieler das verarbeitet haben. Ich habe fünf Jahre mit ihm zusammenarbeiten dürfen, darauf bin ich stolz. Er hat mich sehr viel weitergebracht und mich immer unterstützt. Meine Wertschätzung für ihn ist sehr hoch."

Nils Petersen: "Das war für alle überraschend, das haben wir so nicht erwartet am heutigen Tag. Wir haben ja immer wieder was lesen können und wir als Mannschaft haben auch spekuliert und vielleicht auch mal ein bisschen drüber nachgedacht, aber innerlich haben wir gedacht, dass er bleiben wird. Für ihn ist es nach 40 Jahren im Verein sicher nicht leicht loszulassen. Der Tag musste irgendwann mal kommen. Ob nun in 20 Jahren oder heute. Er hat tolle Worte gefunden an die Mannschaft. Die Begründung geht uns nichts an, das spielt keine Rolle. Ich spiel im ersten Jahr bei Werder, genau in dem Jahr, in dem er (Schaaf) den Verein verlässt. Das ist man auch ein bisschen betrübt und denkt, dass man seinen Teil dazu beigetragen hat. Thomas Schaaf können wir am wenigsten den Vorwurf machen, dass wir nur Platz 14 erreicht haben."

Das sagen die Fans:

Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) bedauert, dass Fußballtrainer Thomas Schaaf den SV Werder verlässt. „Er hat Großes für den Verein geleistet, mit dem er immer verbunden bleiben wird“, teilte der Regierungschef am Mittwoch mit. „Er hat uns attraktiven Fußball in Bremen geboten, für unvergessliche emotionale Momente im Weserstadion gesorgt.“ Mit seiner geraden und bescheidenen Art sei er nicht nur ein Repräsentant des SV Werder, sondern ein großartiger Botschafter Bremens. „Dafür danke ich ihm als Bürgermeister dieser Stadt herzlich.“

Werder-Manager Thomas Eichin hat mit deutlichen Worten die „Einvernehmlichkeit“ der Trennung von Trainer Thomas Schaaf betont. „Wir haben das sehr sehr professionell und harmonisch gelöst“, sagte der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten am Mittwoch in Bremen und erklärte auf Nachfrage: „Es ist kein Rücktritt, es ist eine Trennung in beiderseitigem Einvernehmen.“ Die Vereinsführung sei „nicht glücklich darüber, dass es so eine Entwicklung genommen hat“. Werder hatte am Mittwochvormittag die Trennung von Schaaf bekanntgegeben. Der 52-Jährige war 14 Jahre Cheftrainer bei dem norddeutschen Traditionsverein.

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