Werders Serbe hat aus der Zwolle-Posse gelernt / „Es will doch niemand gerne nur auf der Bank sitzen“

Stevanovic bald auch Deutscher – und wohl bald weg

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Zukunft unklar: Aleksandar Stevanovic.

Bremen - Dieser Wirrwarr hat Aleksandar Stevanovic ziemlich zugesetzt. Und Werders Defensiv-Allrounder hat seine Lehren daraus gezogen und einen deutschen Pass beantragt. „Ich denke, im Januar 2014 bekomme ich ihn“, meint der 21-jährige Serbe, dessen geplatzer Wechsel zum PEC Zwolle im Januar einen peinlichen Touch gehabt hatte.

Der Spieler, Werder und der niederländische Erstliga-Aufsteiger (wo auch die Bremer Leihgabe Denni Avdic spielt) waren sich einig. Stevanovic sollte bis Sommer ausgeliehen werden. Er hatte während des Trainingslagers im türkischen Belek mal schnell die Hotels gewechselt, bei Zwolle vorgespielt – und einen guten Eindruck hinterlassen. Als er dann aber in Holland war, durfte er plötzlich nicht spielen. Weil er Serbe ist und damit nicht der EU angehört, bekam er als Nachwuchsspieler in den Niederlanden keine Arbeitserlaubnis. Zwolle wusste davon offenbar nichts – und Stevanovic, der sich auf deutlich mehr Spielpraxis als in Bremen gefreut hatte, musste bleiben.

„Der Ärger darüber ist inzwischen weg, das muss man hinter sich lassen und das Beste daraus machen“, sagt der 21-Jährige: „Ich gebe nun in Bremen Gas und hoffe, dass ich demnächst mal wieder im Kader bin.“

Das dürfte jedoch richtig schwierig werden, denn in dieser Saison hat Stevanovic – zugegeben, auch wegen Verletzungen – bei den Profis noch gar keine Rolle gespielt, stand nie im Kader. Und die Aussichten sind ebenfalls nicht gerade rosig. Das scheint Stevanovic zu wissen, jedenfalls ist er einem Abschied im Sommer (trotz Vertrags bis 2014) offenbar nicht abgeneigt. Und sei es erneut eine Ausleihe. „Es will doch niemand gerne nur auf der Bank sitzen“, betont er. Mit Werder habe es bislang aber kein Zukunftsgespräch gegeben, Anfragen lägen auch noch keine vor.

Was der in Essen geborene Serbe schon weiß, ist, dass er bald auch deutscher Staatsbürger sein wird – und er freut sich darauf: „Ich hatte vor der Zwolle-Geschichte ein paar Mal Probleme mit dem Visum. Mit dem deutschen Pass wird es viel leichter.“ · mr

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