„Er steht überhaupt nicht zur Debatte, er ist eine Waffe für uns“

Eichin stellt klar: Elia ist kein Verkaufskandidat

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Im Rampenlicht: Bei seiner offiziellen Vorstellung für die neue Saison wirkte Eljero Elia am Sonntag noch etwas zurückhaltend, auf dem Platz drehte er dann richtig auf.

Bremen - Es ist nicht überliefert, ob John Terry nach dem Spiel in Bremen Albträume hatte. Doch die Szene vor dem ersten Werder-Tor wird der 33-Jährige in Diensten des FC Chelsea so schnell sicher nicht vergessen. Eljero Elia hatte ihn derart gemein ausgetrickst, dass Terry bei der anschließenden Hereingabe des Holländers hilflos den Arm zur Hilfe nehmen musste. Das gab Strafstoß – und war der Startschuss zu Werders 3:0-Überraschung gegen den Topclub. Aber nicht nur das: Elia hatte – inklusive des verwandelten Elfmeters – gezeigt, wie wichtig er für sein Team sein kann. Auch deshalb ist er nun ganz offiziell unverkäuflich.

Wirklich unverkäuflich? So ganz stimmt es nicht. „Kein Spieler bei uns ist unverkäuflich“, betont einmal mehr Thomas Eichin. Der Sportchef muss das in finanziell schwierigen Zeiten des Clubs so sagen. Schließlich könnte schon morgen ein Manager auf der Werder-Matte stehen und ein unausschlagbares Millionen-Angebot für Elia abgeben. Und Eichin möchte dann nur ungerne erklären, warum ein unverkäuflicher Spieler vielleicht doch verkauft wurde. Der Sportchef will nicht als Umfaller dastehen.

Elia ist also wie jeder andere nicht unverkäuflich, aber er ist auch kein Verkaufskandidat mehr. „Elli hat eine enorme Entwicklung gemacht. Er steht momentan überhaupt nicht zur Debatte. Er ist ein ganz wichtiger Baustein für uns, wenn wir etwas erreichen wollen“, stellt Eichin klar. Vor einem Jahr hätte der 47-Jährige das nicht gesagt, da wären Interessenten mit offenen Armen empfangen worden. Im Winter auch noch. Jetzt nicht mehr. Elia soll bleiben – mindestens bis zum Ende seiner Vertragslaufzeit 2016.

„Elli ist eine Waffe für uns, er macht immer mal wieder etwas Unberechenbares. Das braucht man einfach als Mannschaft“, schwärmt Eichin und denkt dabei auch an die Szene mit John Terry: „Elli ist ein Spieler, der wichtige Eins-gegen-eins-Situationen gewinnt. Er hat aber auch gelernt, dass unsere Ordnung ganz wichtig ist. Er stellt die Räume gut zu, arbeitet gut nach hinten. Das gefällt mir richtig gut.“

Werder gewinnt gegen Chelsea 3:0

Nicht nur das. Es ist auch die Art und Weise, wie sich Elia aus seiner misslichen Lage befreit hat. Im April 2013 war er wie Marko Arnautovic suspendiert worden, weil die Profis mitten im Abstiegskampf weit nach Mitternacht mit dem Auto in eine Polizeikontrolle geraten waren. „Elli ist damals auf mich zugekommen und hat mir versprochen: Ihr werdet jetzt einen anderen Elli sehen! Er hat Wort gehalten.“

Am Verhalten Elias gebe es nichts mehr auszusetzen. „Er hat den Schalter umgelegt, gibt Vollgas und verhält sich tadellos“, lobt Eichin. Und dass der Stürmer mit goldgefärbten Haaren aus dem Urlaub kam und damit für jede Menge Aufsehen sorgte, ist dem Sportchef egal: „Meinetwegen kann er seine Haare auch rosarot färben, Hauptsache seine Einstellung stimmt – und die stimmt.“ Deswegen ist Elia als hängende Spitze gesetzt – und ein Verkauf absolut kein Thema mehr.

kni

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