HSV-Stürmer Paolo Guerrero bietet Kumpel Claudio Pizarro tierische Wette um den Derby-Sieg an

Da steht ein Pferd auf dem Spiel

Stürmer, Landsleute, Freunde: Im Nordderby am Samstag schenken sich Werders Claudio Pizarro und Hamburgs Paolo Guerrero aber nichts.

Bremen - „Da steht ein Pferd auf dem Flur“, trällerten einst die Blödel-Barden „Klaus & Klaus“. „Da steht ein Pferd auf dem Spiel“ lautet hingegen eine Wette, die HSV-Stürmer Paolo Guerrero gestern seinem guten Freund und Werder-Torjäger Claudio Pizarro angeboten hat:

 Hamburgs Paolo Guerrero

Sollte Pizarro in dieses Spielchen einwilligen, bekommt er im Fall eines Bremer Siegs am Sonnabend im Nordderby beim Hamburger SV eins der neun Pferde aus Guerreros Stall. Umgekehrt müsste „Piza“ ein Exemplar aus seiner Zucht an den peruanischen Landsmann abtreten. Bisher wollte sich Bremens gefährlichster Offensivmann aber noch nicht auf diesen Pferde-Poker einlassen. Denn „in dieser Woche habe ich noch nicht mit ihm gesprochen“, schilderte Pizarro. Die Freundschaft liege aber wegen des Derbys keinesfalls auf Eis: „Ich habe Paolo zum Valentinstag eine SMS geschrieben.“ Liebesgrüße aus Bremen… Auf ihre sonst regelmäßigen Treffen wollen die beiden Kumpel unmittelbar vor dem brisanten Nord-Gipfel jedoch verzichten. „Normalerweise sehen wir uns fast jede Woche, ich fahre oft nach Hamburg. Wir sind gute Freunde“, sagt Pizarro, dem die aktuelle Top-Form seines Nationalmannschafts-Kollegen natürlich nicht verborgen geblieben ist: „Er hat wieder eine sehr gute Phase. Das ist nicht nur gut für ihn, sondern auch für unser Land. Aber am Samstag wird er hoffentlich nicht treffen.“

Schrecksekunde beim Werder-Training

Schrecksekunde im Werder-Training

Schließlich lechzen die Bremer nach einem Erfolgserlebnis: „Nach vier Unentschieden brauchen wir jetzt einen Sieg. Also müssen wir von Anfang an alles versuchen, um dieses Spiel zu gewinnen“, fordert Pizarro. Damit dies in der Imtech Arena gelingt, mahnt der erfolgreichste ausländische Torschütze der Bundesliga-Geschichte zu einer „konservativen Spielweise“, um Ruhe in Werders Reihen zu bringen. Und er warnt vor Guerrero: „Er lauert, wartet auf Fehler – und wenn er eine Möglichkeit hat, macht er das Tor.“

Der als derart gefährlich eingestufte 28-Jährige sieht hingegen auf seine Abwehr mehr Arbeit zukommen – gerade wegen Claudio Pizarro, der beim 2:0 im Hinspiel beide Male getroffen hatte: „Er ist der wichtigste Spieler bei Werder. Leider trifft er gegen uns fast immer!“ Stimmt! Genauer gesagt: 16 Mal in bisher 25 Einsätzen gegen Hamburg. „Für mich sind das eben ganz besondere Spiele – und das versuche ich zu zeigen“, unterstreicht Bremens derzeit bester Angreifer. „Vielleicht bereite ich mich mental besonders auf diese Derbys vor.“ Das weiß Guerrero – deshalb wird er seinen Innenverteidigern Heiko Westermann und Slobodan Rajkovic „ein paar Tipps geben“, wie sie sich gegen Werders Unruheherd zu verhalten haben: „Claudio ist ein Torjäger von großer Qualität. Wir müssen aufpassen und uns konzentrieren, nur so können wir ihn stoppen.“

Wer könnte dies besser beurteilen als Guerrero? Schließlich kennen sich beide seit über zehn Jahren, als sich bei Bayern München ihre Wege kreuzten „und wir schon ein gutes Verhältnis hatten. Damals war er noch ganz jung. Ich zwar auch – aber nicht mehr so jung“, erinnert sich Pizarro grinsend und umschreibt so seine Rolle als Paten.

Diese Vorbildfunktion übt der ältere Stürmer für den jüngeren offenbar weiterhin aus – auch außerhalb des Fußballs. Pizarros Leidenschaft für Pferde zum Beispiel hat vor zwei Jahren auch Guerrero gepackt. „Da ist er erfolgreicher als ich“, räumt der Neuling im Geschäft ein. Umso mehr hofft er, dass er nach dem Nordderby ein Pferd aus Pizarros Stall sein Eigen nennen darf – wenn „Piza“ da mitspielt. · ck

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