Stefan Wolters – 13 Jahre Seite an Seite mit den Stars

Auch Werder-Star Johan Micoud (li.) hatte großes Vertrauen in die Arbeit von Stefan Wolters (re.).

Werder-Bremen - Von Malte RehnertBREMEN/BR.-VILSEN · Mit Bruno Labbadia fing alles an. „Er war mein erster Reha-Patient – und ich war ziemlich nervös“, erinnert sich Stefan Wolters an seine Anfänge bei Werder.

13 Jahre hat der Physiotherapeut für den Bremer Bundesligisten gearbeitet – doch nun ist Schluss. Der 37-Jährige hat Werder verlassen und eröffnet morgen eine Physiotherapie-Praxis in seinem Heimatort Bruchhausen-Vilsen.

„Dass er gegangen ist, bedauern wir sehr. Er hat gut in unsere Riege reingepasst und ist prima mit den Spielern ausgekommen. Er hätte gerne bleiben können“, sagte Werder-Manager Klaus Allofs und ergänzte: „Was wir jetzt noch machen können, ist ihm alles Gute zu wünschen.“

Abschied von Werder nahm Wolters „mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einerseits spüre ich ein bisschen Wehmut, eine gewisse Traurigkeit.“ Es sei „schon ein komisches Gefühl“, nicht mehr auf dem aktuellen Mannschaftsfoto zu sein und nicht mehr jeden Tag nach Bremen zu fahren. Andererseits hatte er „auch Lust auf ‘was Neues. Es war schon immer mein Traum, mich selbstständig zu machen“, sagt der Vilser, der künftig in seinem Zentrum am Kurpark auf 320 Quadratmetern auch Geräte- und Zirkeltraining anbietet. „Das Angebot richtet sich an alle, die etwas für sich tun wollen“, sagt er.

In Bremen hatte er als Angestellter im Rehazentrum begonnen und sich anfangs nur teilweise um die Profis gekümmert: „Es war in etwa halbe-halbe.“ Bei der Eingewöhnung half ihm vor allem der damalige Spielmacher Andreas Herzog. „Er hat mich integriert, mir gezeigt, wie es läuft. Ein guter Typ – ich bin ihm sehr dankbar“, betont Wolters, der dann 2004 „fest zur Mannschaft“ stieß und in seiner Werder-Zeit einiges erlebte. „Das Schönste für mich war der Pokalsieg 2009 mit dem anschließenden Empfang in Bremen. So etwas vergisst man sein Leben lang nicht.“ Genauso wenig wie die morgendlichen „Strafläufe“ mit Ailton – davon gab’s einige, wenn der Brasilianer mal wieder zu spät gekommen war.

Ailton ist längst weg von Werder – und Wolters nun auch. Trotzdem: „Ich will unbedingt weiter den Kontakt nach Bremen pflegen, bei meinen ehemaligen Kollegen so alle zwei, drei Monate mal vorbeischauen.“ Im Weserstadion wird er hingegen seltener auftauchen: „Ich habe keine Dauerkarte. Und die wenige Freizeit verbringe ich mit meiner Frau und meinen beiden kleinen Kindern. Vielleicht schaffe ich es zwei, drei Mal im Jahr zum Spiel.“

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