Kapitän Fritz: „Der Trainer erreicht uns“

Stars machen sich für Schaaf stark

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Volle Rückendeckung von einigen Spielern für Trainer Thomas Schaaf.

Bremen - Der Verdacht aus der Ferne kam von Uli Borowka und besagte: „Ich habe das Gefühl, dass Thomas Schaaf die Mannschaft nicht mehr erreicht.“ Richtig oder falsch? Als Antwort machen sich einige Werder-Stars demonstrativ für ihren Trainer stark.

„Wir wissen, dass der Trainer uns erreicht. Ich sehe jeden Tag, wie akribisch er die Aufgaben angeht“, sagt beispielsweise Kapitän Clemens Fritz, der die Diskussion um Schaaf als „völligen Blödsinn“ bezeichnet und schöne Grüße an Borowka schickt: „Es ist ja in Ordnung, dass er seine Meinung hat. Aber ich weiß nicht, wann er das letzte Mal hier war.“ Zu seiner Information: Der letzte verbriefte Borowka-Besuch im Weserstadion war der 20. Oktober 2012 beim Spiel gegen Borussia Mönchengladbach. Werder siegte 4:0.

Fritz’ Meinung als allgemeingültig zu werten, wäre jedoch fahrlässig. Der 32-Jährige hat unter Schaaf schließlich auch schon die guten Champions-League-Zeiten erlebt, arbeitet seit fast sieben Jahren mit ihm zusammen, wurde von ihm zum Kapitän gemacht, darf ihn sogar duzen. Aber auch andere Spieler halten eisern zum Coach, geben klare Statements ab, wo sie auch schweigen oder ausweichend antworten könnten. Beispiel Marko Arnautovic. Er hatte unlängst Dynamo Kiew einen Korb gegeben, weil er sich – so seine Erklärung – unter anderem bei Schaaf bedanken wollte, dass der ihn hingebogen hat. Jetzt giftet der Österreicher gen Werder-Legende Borowka: „Ich kenne ihn nicht, habe im Leben noch nie was von ihm gehört. Er interessiert auch nicht. Er soll sich auf seine Sachen konzentrieren und nicht auf unseren Trainer. Das Recht hat er nicht.“

Auch Nils Petersen macht Schaaf und dessen Draht zur Mannschaft nicht zum Grund für den bislang enttäuschenden Saisonverlauf. „Das A und O ist, dass wir Spieler dem Trainer vertrauen. Ich für meinen Teil mache das – und die anderen machen das auch.“ Selbst Dauerreservist Mehmet Ekici hatte unlängst erklärt, wie gut ihm viele Gespräche mit Schaaf, ansonsten nicht für seine ausufernde Kommunikation mit den Spielern berühmt, getan hätten.

Soweit die punktuelle Überprüfung des Borowka-Verdachts. Fakt ist aber auch, dass die Probleme unter Schaaf seit Jahren die gleichen sind. Zu viele Gegentore – dieses Übel abzustellen, ist das Ziel der täglichen Arbeit mit der Mannschaft, betont der 51-Jährige immer wieder. Es gelingt nicht. Nächster Verdacht: Schaaf gibt der Mannschaft nicht die richtigen Mittel an die Hand, hat keine Lösungen. Doch auch dieser These widerspricht das ausführende Personal. Nils Petersen erklärt: „Der Trainer zeigt uns immer wieder, was wir falsch machen. Dann sitzen wir nach dem Spiel in der Kabine, gucken uns an und fragen uns, warum wir wieder dieselben Fehler gemacht haben. Das müssen wir einfach auf unsere Kappe nehmen.“

Die Loyalität des Stürmers steigert sich sogar zu Mitleid, „dass immer der Trainer in den Mittelpunkt der Kritik gerät“, meint Petersen und ergänzt: „Es wäre schön, wenn wir am Samstag gegen Augsburg auch für ihn gewinnen könnten.“ · csa#

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