Starkes Comeback: Werders Santiago Garcia hat keine Schmerzen und „keine Angst“

Der alte „Santi“ ist wieder da

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Zurück in der Bundesliga: Santiago Garcia

Bremen - Den Abend nach der Rückkehr ließ Santiago Garcia ganz gemütlich bei einem schönen Essen ausklingen. Da hatte er die Glückwunsch-Nachrichten auf seinem Handy bereits gecheckt – und sich gefreut, dass auch eine von seinem Kumpel aus Gelsenkirchen dabei war.

Der zu Schalke gewechselte Franco Di Santo „hat mir über WhatsApp gratuliert. Wir haben da eine Gruppe und mindestens jeden zweiten Tag Kontakt. Ich vermisse ihn ein bisschen“, gestand Garcia, der privat mittlerweile viel mit Felix Kroos, Philipp Bargfrede und Theodor Gebre Selassie unternimmt: „Das ist super, da kann ich mein Deutsch trainieren.“

Vorher war er meistens mit Di Santo zusammen. In der vergangenen Saison standen die beiden Argentinier oft gemeinsam für Werder auf dem Platz, seit März dann aber gar nicht mehr. Wegen Patellasehnenproblemen fiel Garcia über fünf Monate aus. Die Beschwerden hatten ihn schon längere Zeit begleitet und gehemmt. Das war ihm in seiner zweiten Werder-Saison deutlich anzumerken, doch er wollte partout nicht pausieren. „Ich war nicht 100-prozentig fit – aber meine Mentalität ist es, immer spielen zu wollen“, sagt Garcia: „Das ist nicht immer gut für die Mannschaft.“

Er musste quasi gezwungen werden, sich zu schonen und die Blessur komplett auszukurieren. „Dass es so lange dauert, hatte ich nicht erwartet. Das war ein großes Problem für mich, ich war richtig traurig“, erzählt Garcia. In der Vorbereitung tastete er sich langsam an höhere Belastungen heran. Und dann holte Trainer Viktor Skripnik ihn am Sonntag zurück in den Kader. „Santi hat im Training überzeugt“, erklärte der Coach, der den Argentinier auch gleich in die Startelf steckte. Gemeinsam mit seinem Namensvetter Ulisses machte Garcia die linke Seite zu. „Das hat hervorragend geklappt“, lobte Sportchef Thomas Eichin. Die Garcia-Achse als Zukunftsmodell? „Vielleicht“, meint Santiago, „es hat auf jeden Fall gut funktioniert mit Uli.“

Der Argentinier erinnerte in den 90 Gladbach-Minuten auch schon wieder an den alten „Santi“ Garcia – den dynamischen, leidenschaftlichen Kämpfer, der immer Vollgas gibt. So soll es weitergehen. Mit dem Knie ist inzwischen wieder „alles okay. Ich spiele nicht mehr mit Angst. Das ist das Wichtigste. Ich bin fit, fühle mich gut.“ Mal abgesehen vom Muskelkater, den er gestern verspürte: „Der Körper tut ein bisschen weh. Ich habe lange Zeit nicht auf diesem Niveau gespielt, es war anstrengend.“

mr

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