Sprint verweigert, Rüffel vom Chef

Hajrovic vermasselt seine Chance

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Izet Hajr

Bremen/Wolfsburg - Es war seine Chance – er hat sie vermasselt. Izet Hajrovic durfte gegen den VfL Wolfsburg für den erkrankten Eljero Elia ran, hätte Werbung für sich machen können. Doch stattdessen das: Vor dem Wolfsburger Konter, der zum 1:0 führte, ließ Hajrovic den Torschützen Ricardo Rodriguez einfach ziehen und die eigenen Kollegen schlecht aussehen. Ein Sprint, um Schlimmes zu verhindern? Fehlanzeige.

„Da muss Izet einfach hinterher. Das sind die Kleinigkeiten, die uns auf die Verliererstraße bringen. In Zürich wird so etwas vielleicht nicht bestraft, in der Bundesliga schon“, schimpfte Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin über das Verhalten des in der Schweiz aufgewachsenen und bei Grasshopper Zürich ausgebildeten Mittelfeldspielers.

Auch Trainer Robin Dutt kritisierte Hajrovic („Da muss er schneller umschalten“), fasste den 22 Jahre alten Neuzugang insgesamt aber mit Samthandschuhen an. „Er macht Fehler, weil er jung ist“, entschuldigte Dutt, was nur schwer zu entschuldigen ist.

Hajrovic, der als Reaktion auf den Weggang von Aaron Hunt ablösefrei von Galatasaray Istanbul geholt worden war, hatte vor der Partie gesagt, dass er noch Zeit brauche, bis er sich „an die Bundesliga und das ganze Zeug“ gewöhnt haben wird. Nach dem Spiel sprach er nicht. Dafür Dutt. Und der Coach bremste die offenbar zu hohen Erwartungen an den WM-Teilnehmer: „Kein Mensch hat gesagt, dass da ein neuer Superstar kommt, der sofort Aaron Hunt ersetzt. Wir müssen die Kirche auch mal im Dorf lassen.“

csa

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