Sportdirektor Schröder erklärt, wie gut die Werder-Talente schon drauf sind

Ein schöner Schleicher und der mit den „Porreepiepen“

+
Maximilian Eggestein macht im Trainingslager auf sich aufmerksam. „Er lebt von seiner Handlungsschnelligkeit“, sagt Sportdirektor Rouven Schröder über den 18-Jährigen.

Aus Zell am Ziller berichtet Björn Knips - Die Nachwuchsarbeit gilt als Werders Lebensversicherung für die Bundesliga. Und so viele Talente aus dem eigenen Stall wie jetzt hatten wohl noch nie die Chance, bei den Bremern den Durchbruch zu schaffen. „Das ist wie ein Blumenstrauß, der aufgeht“, freut sich Rouven Schröder über das qualitativ gute Angebot an Nachwuchskräften. In Zell am Ziller beschreibt der Sportdirektor, wie gut Eggestein und Co. schon sind.

Maximilian Eggestein

18 Jahre, seit 2011 bei Werder: Ist er der neue Spielmacher? Trainer Viktor Skripnik schenkte ihm zuletzt zweimal in der A-Elf das Vertrauen – und bekam gute Leistungen und ein Tor beim 3:1 gegen 1860 München zurück. „Max hat zwar nicht die ganz große Dynamik, er ist kein Sprinter“, urteilt Schröder: „Aber er lebt von seiner Handlungsschnelligkeit, Spielfreude, Kombinationsstärke und Vororientierung. Er bewegt sich so clever, er weiß, wo die Kugel hinkommt.“ Eggesteins Manko: Er wird schnell müde.

Luca-Milan Zander

19 Jahre, seit 2006 bei Werder: „Bitte nicht verletzen“, lautet Schröders erster Satz zu Zander. Der rechte Verteidiger hatte lange mit Patellasehnenproblemen zu kämpfen. Jetzt ist er fit – und sieht ganz anders aus: überall Muskeln. Antrainiert daheim in einem Weyher Fitnessstudio – quasi als Schutzschild gegen Verletzungen. „Er hat wirklich eine hohe Spielintelligenz“, lobt Schröder und kann die „Porreepiepen“ – also Zanders dünne Beine – einfach nicht unerwähnt lassen: „Aber Luca hat athletisch enorm zugelegt.“ Marnon Busch hat er aktuell verdrängt, für Theodor Gebre Selassie ist er ein echter Konkurrent. Zander drängt nach vorn.

Julian von Haacke

21 Jahre, seit 2006 bei Werder: Das gleiche Motto wie bei Zander. „Hauptsache, er bleibt gesund“, sagt Schröder. Doch auch im Trainingslager hat es von Haacke wieder einmal erwischt. Wegen Oberschenkelproblemen wird er wohl erst Montag wieder mit der Mannschaft trainieren. „Er hat so ein großes Potenzial“, schwärmt Schröder von dem zentralen Mittelfeldspieler. Mehr als andeuten konnte von Haacke das im Trainingslager aber nicht.

Florian Grillitsch

19 Jahre, seit 2013 bei Werder: Der Mittelfeldspieler bewies in Zell echte Torjägerqualitäten – erst im Training, dann in beiden Tests am Mittwoch. „Er ist technisch richtig gut – und ein schöner Schleicher, der weiß, wo er stehen muss“, sagt Schröder. Der Österreicher ist schnell, aber angeblich auch zu schnell zufrieden.

Levent Aycicek

21 Jahre, seit 2008 bei Werder: Was er will, und was der Verein ihm zutraut, das steht auf seinem Rücken: die Zehn. Der Nummernwechsel im Sommer sage eigentlich alles über Aycicek, findet Schröder: „Jetzt muss er sich auch durchsetzen.“ Im Trainingslager ist ihm das allerdings nicht gelungen – auch, weil ihn eine Wadenverhärtung stoppte. Ein, zwei Tage würden ihm als Pause reichen, „dann bin ich wieder dabei“, versichert Aycicek.

Oliver Hüsing

22 Jahre, seit 2004 bei Werder: „Die Ausleihe nach Rostock hat ihm richtig gut getan“, freut sich Schröder. Der Innenverteidiger wirkt nach seiner Zeit beim Drittligisten robuster und selbstbewusster. Hüsing bevorzugt die klaren Aktionen, hat im Trainingslager gute Leistungen abgeliefert. „Er ist topfit und hat eine 100-prozentige Identifikation mit dem Verein“, lobt Schröder. Hüsing hat das Duell mit Mateo Pavlovic um Platz vier im Abwehrzentrum gewonnen.

Janek Sternberg

22 Jahre, seit 2013 bei Werder: Er kämpft, doch der linke Außenverteidiger tut sich schwer. Neuzugang Ulisses Garcia (18) hinterließ bislang einen besseren Eindruck. Einer von den beiden muss den seit Monaten verletzten Santiago Garcia beim Saisonstart vertreten, der Argentinier kehrt frühestens Mitte August ins Mannschaftstraining zurück.

Und dann sind da noch

Marnon Busch (20), der nicht mit ins Zillertal durfte – und Melvyn Lorenzen (20), Özkan Yildirim (22) sowie Lukas Fröde (20), die verletzt sind.

Training am Donnerstagvormittag

Mehr zum Thema:

Abgeordnete dürfen deutsche Soldaten in Konya besuchen

Abgeordnete dürfen deutsche Soldaten in Konya besuchen

Merkel, Trump und Co. beim G7-Gipfel auf Sizilien: Die Bilder

Merkel, Trump und Co. beim G7-Gipfel auf Sizilien: Die Bilder

Mit kurzer Hose ins Büro? Zehn Outfit-Fails im Sommer

Mit kurzer Hose ins Büro? Zehn Outfit-Fails im Sommer

Edel, sexy, elegant: So präsentierten sich die Stars bei der amfAR-Gala 

Edel, sexy, elegant: So präsentierten sich die Stars bei der amfAR-Gala 

Meistgelesene Artikel

Platzt der Selke-Deal?

Platzt der Selke-Deal?

"Richtig Lust auf das große Klassentreffen"

"Richtig Lust auf das große Klassentreffen"

Casteels ein heißer Kandidat

Casteels ein heißer Kandidat

Franke auf dem Weg zu Werder?

Franke auf dem Weg zu Werder?

Kommentare