Jetzt will Sportchef Eichin auch mit Gebre Selassie und Aycicek verlängern

Im Sog der Junuzovic-Entscheidung

Eindeutig der Fan-Liebling: Zlatko Junuzovic reckt für die Selfies den Daumen hoch.
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Eindeutig der Fan-Liebling: Zlatko Junuzovic reckt für die Selfies den Daumen hoch.

Bremen - Im „La Viva“ ließen es die Werder-Profis in der Nacht nach dem Sieg über den FC Augsburg krachen. Mit Freundinnen und Ehefrauen wurde der momentane Höhenflug gefeiert, und es kann davon ausgegangen werden, dass Zlatko Junuzovic nach seiner Vertragsverlängerung die eine oder andere Runde springen lassen musste.

„Außergewöhnliche Tage“ seien es für ihn gewesen, meinte der Österreicher. Nach seiner Unterschrift am Freitag wurde er am Samstag schon vor dem Anpfiff im Stadion gefeiert. Zur Krönung des Ganzen gab es dann das 3:2 – mit zwei Torvorlagen von ihm. Perfekt gelaufen. Und Junuzovic fühlte sich erneut bestätigt, dass Werder für ihn die richtige Adresse ist. Wie die Mannschaft gegen Augsburg die Chancen herausgespielt habe, „war einfach geil“, sagte er. Selbst sei er nun „richtig frei im Kopf“.

Geschäftsführer Thomas Eichin ist es nicht. Er hat die Akte Junuzovic zwar geschlossen, jetzt warten im Sog der Junzovic-Entscheidung aber viele andere Personalien. Die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Theodor Gebre Selassie (aktuell bis 2016 gebunden) ist bereits angeschoben. „Ich versuche das zu forcieren“, sagt Eichin, der große Stücke auf den im Moment formstarken Tschechen hält: „Er ist als Fußballer ein Ästhet. Wenn er gut drauf ist, ist es eine Augenweide, ihm zuzusehen.“ Von Gebre Selassie und dessen Berater habe er schon „positive Signale“ bekommen.

Ebenfalls auf der Agenda: Levent Aycicek. Sein am Saisonende auslaufender Vertrag verlängert sich bei zehn Saisoneinsätzen über mindestens eine Halbzeit (aktueller Stand: vier) automatisch bis 2018, doch darauf will Eichin nicht warten. „Ich werde mich bemühen, ihn zu halten – ganz ohne Klausel“, sagt der Sportchef: „Wir wollen frühzeitig handeln.“

Abwarten ist dagegen das Motto bei Clemens Fritz. 34 Jahre ist der Kapitän mittlerweile alt, sein Vertrag läuft im Sommer aus. Bisher sah vieles nach einem Karriereende oder einem letzten Abenteuer in den USA aus, aber angesichts der aktuellen Leistungen des Mittelfeldspielers denkt zumindest Eichin an eine Vertragsverlängerung. „Im Moment sage ich: Warum soll er aufhören? Entscheidend ist aber, wie sich Clemens fühlt. Ist er fit, hat er noch Lust? Dann steht einer weiteren Zusammenarbeit nichts im Wege.“

So denkt auch Trainer Viktor Skripnik, der selbst 34 Jahre alt war, als er seine aktive Karriere beendet hatte. „Ich weiß, dass es eine schwere Entscheidung ist. Der Kopf will noch, aber was sagt der Körper dazu? Ich wünsche mir, dass Clemens weitermacht. Aber ich werde nicht versuchen, ihn zu irgendwas zu überreden. Er ist erwachsen genug, soll alleine entscheiden.“ Und das wird Clemens Fritz auch machen. Bestimmt nicht heute und nicht morgen, aber irgendwann.

csa

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