Werder-Boss steht unter Druck / Gespräche mit Kapitän Frings laufen an

Sportchef Allofs treibt die Kaderplanung voran

Trainer Thomas Schaaf würde den Kämpfertypen Torsten Frings (Bild) gerne noch ein Jahr lang behalten. Die Gespräche über eine Vertragsverlängerung laufen an. ·

Von Arne Flügge - Die wichtigste Baustelle ist geschlossen: Mit dem 2:0 gegen Meister Dortmund hat Werder Bremen den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga perfekt gemacht – und damit die wichtigste Voraussetzung für die nun anstehende Kaderplanung für die neue Saison geschaffen.

Jetzt beginnen die Gespräche, und Werder-Sportchef Klaus Allofs will keine Zeit verlieren. Petri Pasanen, Daniel Jensen und Jurica Vranjes werden den Club verlassen, der Brasilianer Samuel erhält keinen neuen Vertrag. Vier Personalien hat Allofs damit bereits vom Tisch und die dringlichste wird bereits abgearbeitet: eine mögliche Vertragsverlängerung mit Kapitän Torsten Frings (34) um ein weiteres Jahr. Trainer Thomas Schaaf möchte, dass sein Führungsspieler noch eine Saison dranhängt, auch bei Frings hat sich mittlerweile ein Sinneswandel vollzogen. Im Februar hatte der Mittelfeldstar angekündigt, definitiv aufhören zu wollen. Jetzt juckt’s aber wieder in den Füßen. Frings hat wieder Lust aufs Kicken bekommen – nur zu welchen Konditionen, das wird gerade abgeklopft. Fest steht, dass der Routinier erhebliche Gehaltseinbußen hinnehmen muss.

Bleibt Frings noch ein Jahr als Profi bei Werder?

Torsten Frings

Frings ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs. Allofs wird in den nächsten Tagen und Wochen alle Hände voll zu tun haben. Der Vertrag von Abwehrspieler Dominik Schmidt (23) läuft aus – und soll verlängert werden. Zudem will Werder seine beiden Führungsspieler Per Mertesacker (26) und Tim Wiese (29) weiter an den Club binden. Die Verträge bei beiden laufen noch bis zum 30. Juni 2012.

Freilich schaut sich Allofs auch jetzt nach neuen Spielern um. Die müssen allerdings bestimmte Kriterien erfüllen, wie der 54-Jährige sagt: „Wir werden Spieler verpflichten, die dazu beitragen, dass wir Fehler, die in diesem Jahr gemacht wurden, nicht wiederholen. Wir brauchen Spieler, die zu uns passen, die sich schnell ins Team integrieren. Denn immer, wenn wir als Team aufgetreten sind, dann haben wir auch gut gespielt“, weiß Allofs. Spielmacher Mehmet Ekici (21/ Nürnberg) sowie die Verteidiger Didac Villa (21) und Sokratis Papastathopoulos (22/beide AC Mailand) haben bereits das Bremer Interesse geweckt.

Allofs selbst steht bei der Suche unter Druck. Flops wie Marko Arnautovic – teuer und lernresistent – kann sich Werder nicht mehr leisten. Der Sportdirektor muss bei Neuverpflichtungen ein glückliches Händchen haben.

Denn das Zauberwort für die neue Saison heißt Teamgeist. „Das ist gar nicht so leicht, aber es ist doch genau der Punkt, warum Dortmund Deutscher Meister geworden ist, warum Hannover und Mainz da oben stehen: Sie haben das in diesem Jahr am besten für sich genutzt. Und das war auch der Punkt, der uns in den vergangenen sieben Jahren stark gemacht hat“, sagt Allofs.

Allerdings sind die finanziellen Möglichkeiten der Bremer aufgrund des verpassten internationalen Geschäfts noch einmal geringer geworden. „Wir müssen sparen, und das bedeutet, erfinderisch zu sein“, räumt der Werder-Boss ein: „Aber das ist keine neue Situation für uns. Eigentlich war es schon immer so, dass wir mit weniger finanziellen Mitteln als die Konkurrenz um die gleichen Ziele gekämpft haben.“

Denn der eigentliche Anspruch, um die internationalen Plätze mitzuspielen, ist trotz dieser verkorksten Saison geblieben.

Autostudien mit nachwachsenden Rohstoffen

Autostudien mit nachwachsenden Rohstoffen

Honey als Känguru, Kakerlakenregen und viele Tränen: Tag elf im Dschungelcamp

Honey als Känguru, Kakerlakenregen und viele Tränen: Tag elf im Dschungelcamp

Drei Hundewelpen aus verschüttetem Berghotel geborgen

Drei Hundewelpen aus verschüttetem Berghotel geborgen

Die Staatskarossen der US-Präsidenten

Die Staatskarossen der US-Präsidenten

Meistgelesene Artikel

BVB mit Personalproblemen gegen Werder

BVB mit Personalproblemen gegen Werder

Bundesliga Rückrunde: Das vierte Gif-Quiz zu Werder gegen Dortmund

Bundesliga Rückrunde: Das vierte Gif-Quiz zu Werder gegen Dortmund

Werder verliert gegen Dortmund: Viel Moral, null Ertrag

Werder verliert gegen Dortmund: Viel Moral, null Ertrag

"Hungrig auf Spielzeiten" - Florian Kainz will mehr

"Hungrig auf Spielzeiten" - Florian Kainz will mehr

Kommentare