Dutt sieht einige Kandidaten für die Sturmmitte

Das Spitzen-Rätsel

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Davie Selke (großes Bild) trainierte gestern bei den Werder-Profis mit, wird aber am Samstag noch nicht im Kader sein.

Bremen - Einer scheidet schon mal ganz sicher aus. Bernd Hollerbach (43) wird die Lücke im Angriffszentrum von Werder Bremen nicht schließen.

„Er war früher ein sehr guter Malocher, aber bei uns im Sturm können wir ihn nicht einsetzen“, witzelte Werder-Sportchef Thomas Eichin gestern Nachmittag über den ehemaligen Co-Trainer des kommenden Gegners VfL Wolfsburg. Hollerbach schaut gerade in Bremen Coach Robin Dutt ein bisschen über die Schulter.

Aber wer geht dann am Samstag (18.30 Uhr) im Auswärtsspiel bei den „Wölfen“ statt der verletzten Nils Petersen (Innanbandanriss im Knie) und Franco Di Santo (Muskelfaserriss) in die vorderste Front? Dutt macht noch ein großes Geheimnis daraus und wird das Spitzen-Rätsel wohl erst am Spieltag lösen. Klar ist nur: Einen Eins-zu-Eins-Ersatz für Petersen, der zuletzt einziger echter Stürmer war, „wird es nicht geben. Das geht auch nicht, weil wir so einen Spielertypen wie Nils nicht mehr haben“, sagte Dutt, der aber auch nicht völlig von seiner Linie abweichen will: „Ich werde sicher nicht ein komplett neues System stricken, will nicht alle Automatismen über den Haufen werfen. Es werden sich wohl nur Nuancen verändern.“

Dutt wird sich in den kommenden Tagen „taktisch etwas einfallen lassen“. Mit dem Experimentieren fing er gestern schon an – und griff zu einer sehr ungewöhnlichen Maßnahme. In einer Mannschaft bestand der elfte Spieler (ausgerechnet der zentrale Stürmer) aus blauem Metall und trug ein weißes Leibchen. Neben der falschen Spitze wirbelten mal Eljero Elia und Özkan Yildirim, mal Melvyn Lorenzen und Martin Kobylanski. Den Stangen-Kameraden wird Dutt am Samstag sicher in der Gerätekammer lassen, die Realbesetzung im Sturmzentrum bleibt bis dahin offen. „Es gibt ein paar Spieler, die sich anbieten. Ich versuche nun, diese große Zahl Tag für Tag zu verkleinern, sodass am Ende nur noch einer übrig bleibt“, meinte Dutt.

Davie Selke wird nicht dieser Auserwählte sein. Der Torjäger der Bremer U 19, der in dieser Saison auch schon fest zur U 23 gehört, trainierte gestern zwar bei den Profis mit. „Das war aber lange geplant, beim ersten Mal war er bei einem Länderspiel – und beim zweiten Mal leicht angeschlagen“, sagte Dutt. Der schlaksige Selke, laut Eichin „ein guter Junge mit Perspektive“, sieht mit seinen 1,92 Meter derzeit noch am ehesten nach einem Mittelstürmer aus. „Eine Kadernominierung kommt für ihn aber noch zu früh“, meinte Dutt.

Davie Selke erstmals im Team-Training

Davie Selke erstmals im Team-Training

Wahrscheinlicher ist, dass ein defensiverer Spieler nach vorne rückt, sich aber immer wieder zurückzieht. Als so genannter „falscher Neuner“ wäre Aaron Hunt prädestiniert, aber auch Yildirim kann das – meint er selbst: „Ich habe das in der deutschen U 18 und U 21 schon ein paar Mal gespielt. Es hat viel Spaß gemacht. Und ich glaube, der Trainer war damit zufrieden.“ Ein weiterer, jedoch nicht so heißer Kandidat ist Mehmet Ekici, der seine Stärken ebenfalls in der Offensive hat. Für den Türken wäre diese Position aber „nicht so einfach, weil ich noch nie dort gespielt habe“. Und dabei wird’s wohl auch bleiben. · mr

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