Spielerlaubnis gilt nun auch für Pflichtspiele

Fifa entscheidet: Hajrovic ist Bremer

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Izet Hajrovic hat die Freigabe der Fifa.

Bremen - Thomas Eichin hat gepokert – und gewonnen: Die Fifa erteilte gestern Izet Havrovic nach der vorläufigen auch die endgültige Spielerlaubnis. Der ablösefreie Wechsel des 22-jährigen Angreifers von Galatasaray Istanbul ist damit von oberster Stelle abgesegnet. Den Türken, die über ihren nationalen Verband die Freigabe wegen Vertragsbruchs verweigert hatten, bleibt zwar noch der Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof (Cas), der hat aber in vergleichbaren Fällen stets für den Spieler entschieden.

Wie es sich für einen guten Pokerspieler gehört, ging Eichin gestern ganz cool mit dem Erfolg um: „Wir haben das alle erwartet, deshalb ist das für uns nicht so spektakulär.“ Ist es irgendwie aber doch, denn Werder hat ablösefrei einen Spieler bekommen, den Grashoppers Zürich erst im Januar für 3,5 Millionen Euro an Galatasaray Istanbul verkauft hatte. Allerdings haben die Schweizer von dem Geld ebenso wenig gesehen wie der Spieler von seinem Gehalt. Das hatte Folge: Hajrovic kündigte seinen eigentlich noch bis 2018 laufenden Vertrag.

Eichin bekam von der Sache Wind – und zwar von seinem gerade erst verpflichteten Sportchef Rouven Schröder. Gemeinsam überzeugten sie Hajrovic, sich für Werder zu entscheiden. Vor drei Wochen wurde der WM-Teilnehmer von Bosnien-Herzegowina, der in der Schweiz geboren und aufgewachsen ist, unter Vertrag genommen. Ein riskantes Spiel. Nicht unbedingt aus finanzieller Sicht. Denn hätte die Fifa die Spielerlaubnis wider Erwarten nicht erteilt, wäre der bis 2018 datierte Kontrakt hinfällig geworden. Aber Eichin setzte sich der Gefahr aus, mit Häme überschüttet zu werden. Nun kann er sich als Transferfuchs feiern lassen. Umso mehr, falls Hajrovic tatsächlich einschlägt.

Der erste Eindruck vom Angreifer, der seit dem Trainingslager im Zillertal mitwirkt, ist gut. Durch den verspäteten Einstieg wegen seiner WM-Teilnahme fehlt ihm allerdings noch die nötige Fitness. Daran wird gearbeitet – und das nach der Fifa-Entscheidung sicher etwas befreiter. Eichin behauptete zwar, den Spieler habe die unsichere Situation nicht belastet, „weil wir ihm gesagt haben, das geht zu 100 Prozent klar“, der Sportchef gestand schließlich aber noch: „Natürlich sind wir froh. Das Fragezeichen war immer da. Aber jetzt hat die Fifa gesprochen, das Thema ist damit für uns erledigt.“

kni/csa

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