„Er hat das Spiel getötet“

Mourinho schiebt alles auf den Schiri

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Jose Mourinho

Bremen - Jose Mourinho nennt sich selbst „The Special One“ („Der Besondere“) – und demonstrierte gestern Abend nach der 0:3-Pleite seines FC Chelsea in Bremen einmal mehr, warum. In Duschschlappen marschierte er vom Platz Richtung Kabine und ließ über seinen Sprecher verkünden: „Herr Mourinho duscht jetzt und kommt dann zur Pressekonferenz.“ 13 Minuten später saß er auf dem Podium. „Was haben Sie aus diesem Spiel gelernt?“, wollte ein englischer Journalist wissen. „Nichts“, antwortete Mourinho blitzschnell.

Der 51-Jährige Portugiese machte es wie so oft in seiner Trainerkarriere: Er kritisierte nicht seine Mannschaft für eine schwache Leistung, sondern schob alles auf den Schiedsrichter – in diesem Fall Harm Osmers aus Hannover. „Es war ja hier der Tag der Fans“, zeigte sich Mourinho gut informiert: „Ich weiß nicht, ob der Schiedsrichter dachte, er müsste einen Zirkus für die Fans veranstalten. Wir konnten nicht spielen, er hat uns immer wieder gestoppt. Er hat das Spiel getötet.“ Mourinho fühlte sich dadurch um einen wichtigen Test gebracht: „Ich bin total enttäuscht.“

Der Coach wollte schon gehen, als aus dem Hintergrund noch eine Frage auftauchte – die nach den Favoriten in der Premier League. Mourinho hielt kurz inne und dozierte dann: „Die englische Liga ist nicht wie die deutsche, wo du weißt, wer Erster und Zweiter wird. Bei uns kannst du Erster oder auch Sechster werden. Die Premier League ist hart.“ Und Mourinho ist einer ihrer Härtesten.

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