Anreise zum Weserstadion

Bayern-„Ultras“ legen Verkehr in Verden lahm - Polizei im Einsatz

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Die Verdener Polizei nahm die Bayern-„Ultras“ in Empfang.

Verden - Von Wiebke Bruns. Rund 150 bis 200 „Ultra-Fans“ des FC Bayern München sind am Sonnabend durch Verden gezogen und sorgten damit für einen Großeinsatz der Polizei. Mit der Bahn reisten sie weiter nach Bremen zum Bundesligaspiel gegen Werder Bremen.

Nach Einschätzung der Bremer Polizei sollte mit dem Zwischenstopp in Verden eine Verfügung des Bremer Stadtamtes umgangen werden. Die Fans waren am Sonnabendmittag mit Bussen und Autos in der Max-Planck-Straße und im Albert-Einstein-Ring angekommen. Wie die Verdener Polizei am Sonntag mitteilte, waren gegen 12 Uhr mehrere Meldungen über Störungen des fließenden Verkehrs durch auf der Straße stehende Personen eingegangen. Festgestellt habe man dann, dass sich rund 200 Personen begleitet von Trommelschlägen Richtung Bahnhof bewegen.

„Sinn und Zweck dieses Aufmarsches bleiben zunächst im Dunkeln, da niemand aus der Ansammlung bereit ist, sich zu äußern“, teilte die Verdener Polizei mit. Es habe aber ermittelt werden können, dass es sich um „Ultra-Fans des FC Bayern München“ handelt.

Bremer Polizei stoppt Fantross

In Bremen wurden die Münchener Fans von der Polizei am Hauptbahnhof empfangen und kurzfristig gestoppt. „Um ein Aufeinandertreffen rivalisierender Fans im Stadtgebiet zu vermeiden, wurde kurzerhand eine Straßenbahn organisiert, die den Transport der rund 150 Fans zum Weserstadion übernahm. Die Fahrt erfolgte in Begleitung von Polizeikräften und verlief friedlich“, heißt es in einer Pressemitteilung der Bremer Polizei.

Nach dem Spiel ging es für die Fans zu Fuß zurück zum Bremer Hauptbahnhof. „Hierzu mussten kurzzeitig einzelne Straßenzüge entlang der Marschroute gesperrt werden. Es kam vorübergehend zu Verkehrsbehinderungen“, teilte die Polizei weiter mit. Im Zug sollen Kräfte der Bundespolizei die Bayern-Fans begleitet haben.

Straßensperrungen auf dem Rückweg

In Verden stand zum Empfang ein Großaufgebot der Polizei bereit. Dieses zeigte sich massiv im Bereich des Bahnhofes und später an der Max-Planck-Straße, sowie an Kreuzungen und Einmündungen entlang der Wegstrecke. Kurzfristig kam es zu Straßensperrungen.

Fast lautlos marschierte die Truppe unter den Augen der Polizei auf den Straßen zu ihren Bussen. Die Trommeln blieben unterwegs stumm und die Banner zusammengerollt. Die Busse wurden nach der Abfahrt noch bis zur Autobahn von Polizeifahrzeugen begleitet.

Nennenswerte Störungen gab es nach Polizeiangaben nicht. Dass Fans mit Bussen anreisen würden, war in Bremen im Vorfeld bekannt. „Die Busunternehmen hatten bereits in der Woche eine Verfügung vom Stadtamt erhalten, das Weserstadion über eine vorgegebene Fahrtstrecke anzufahren. Da diese offensichtlich umgangen werden sollte, reisten die Münchener Fans nun aus Verden mit der Bahn zum Hauptbahnhof“, teilte die Bremer Polizei mit.

Im Nachgang wird zu klären sein, inwieweit die tatsächlich eingesetzten Busunternehmen oder deren Kunden gegen die Verfügung verstoßen haben. Dann könnten möglicherweise Bußgelder fällig werden, die in solchen Verfügungen festgelegt werden.

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