Spanier sieht Potenzial – bei sich und Werder

Galvez hat längst noch nicht genug

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Alejandro Galvez ist froh über sein Comeback. Jetzt will er nachlegen: „Ich habe noch Kapazitäten“, verspricht der Innenverteidiger.

Bremen - Endlich! Zweieinhalb Monate nach seinem Syndesmoseband-Anriss durfte Alejandro Galvez am Sonntag wieder für Werder auflaufen. „Sehr, sehr froh“, war der 25-Jährige über sein Comeback im Nordderby gegen den HSV, „ich konnte es kaum abwarten.“ Und nach seinem Einsatz über die kompletten 90 Minuten hatte der Innenverteidiger die Gewissheit, „dass ich nach meiner Verletzung jetzt wieder zu 100 Prozent einsatzfähig bin“.

Damit gibt sich der Spanier allerdings nicht zufrieden. „Ich habe noch Kapazitäten“, verspricht Galvez: Das war mein erstes Bundesliga-Jahr, da sehe ich noch Wachstumspotenzial.“ Bei sich selbst, aber auch bei der Mannschaft: „Sie hat gezeigt, wie steigerungsfähig sie ist – in ihr steckt eine Menge. Selbst, wenn das letzte Spiel nicht so schön anzusehen war“, sagt er mit Blick auf das 1:0 gegen den HSV. Vielleicht auch wegen der Mühen, die der Sieg bereitet hatte, geht der Defensivmann mit dem Saisonziel inzwischen nicht mehr so in die Offensive. Als er im Sommer zu Werder kam, hatte er noch von der Europa League gesprochen. Inzwischen ist es zwar nicht mehr weit bis zu einem der internationalen Plätze, „und ich bin natürlich froh, dass das Thema Abstieg jetzt für uns abgehakt ist. Aber wir sollten uns keine allzu hohen Maßstäbe setzen, sondern weiter Punkte einsammeln.“

Und möglichst keine Punkte mehr verschenken – wie vor knapp zwei Wochen beim VfB Stuttgart, genau wie Hamburg eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller. Und am Sonntag ab 15.30 Uhr muss Werder beim Drittletzten in Paderborn antreten. Droht da das nächste wenig ansehnliche Spiel? „Nein“, meint Galvez, „auch wenn unsere Ergebnisse beim bloßen Blick auf die Tabelle eindeutiger hätten sein können. Wir müssen eben einfach mehr Geschwindigkeit auf den Platz bringen und ein flüssigeres Spiel aufziehen.“

Dann klappt es vielleicht auch mit der Europa League. Und am liebsten mit ihm, hofft Galvez.

ck

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