Der Spanier kehrt zurück / Konkurrenzkampf im Abwehrzentrum spitzt sich zu

Galvez vor dem Comeback: „Ich stelle mich hinten an“

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Alejandro Galvez ist wieder am Ball. Gegen Mainz 05 will er einsatzfähig sein.

Bremen - Das Foto zeigt ihn im Entmüdungsbecken. Alejandro Galvez hat es machen lassen, und Werder Bremen hat es veröffentlicht. Galvez streckt gut gelaunt den Daumen nach oben, neben ihm lacht Luca Caldirola in die Handy-Kamera. Es ist eigentlich ein Allerweltsbild, und doch dokumentiert es etwas. Denn es ist gestern am eigentlich trainingsfreien Tag entstanden. Doch freie Tage gibt es momentan nicht für Alejandro Galvez. Der spanische Innenverteidiger peilt nach einer wochenlangen Verletzungspause die Rückkehr ins Teamtraining an und weiß, dass er topfit sein muss, um sich seinen Platz in der Startelf zurückzuerobern. Die Konkurrenz ist riesig.

Es darf wohl behauptet werden, dass Alejandro Galvez in der Viererkette des SV Werder zu einer festen Größe geworden war, als ihm am 20. Spieltag in der Partie gegen Bayer Leverkusen (2:1) das Syndesmoseband im rechten Knöchel riss. Das jähe Aus, ein schlimmer Rückschlag für den 25-Jährigen – und die „bisher schwerste Verletzung meiner Karriere“, sagt Galvez. Sechs Wochen – so lange war er noch nie außer Gefecht gesetzt.

Er hat die Zeit mit viel guter Laune, Zuversicht und Ehrgeiz ertragen. Und genauso geht er jetzt auch das Comeback an. Bis zum Ende der Woche will er noch sein Sondertraining im Kreis der anderen Rekonvaleszenten absolvieren. „Ab Montag“, sagt Galvez, „will ich aber wieder im Teamtraining mitmischen.“ Dann beginnt auch ein Konkurrenzkampf, der besonders interessant zu werden verspricht: Fünf Innenverteidiger bewerben sich um zwei Plätze. „Und alle“, urteilt der Spanier, „machen einen guten Job“.

Zu Beginn der Rückrunde hatten er und Jannik Vestergaard vielversprechende Leistungen gezeigt. Dann überzeugte Assani Lukimya zusammen mit Vestergaard. Zuletzt war es Sebastian Prödl, der gemeinsam mit dem Dänen das Riesen-Duo im Abwehrzentrum bildete. Die Wechsel waren möglich und nötig, weil sich erst Galvez und danach auch Lukimya verletzt hatte. In Kürze sind alle wieder verfügbar – und dann hat Coach Viktor Skripnik die Qual der Wahl.

Alejandro Galvez sagt, dass es sein Ziel ist, am Karsamstag gegen Mainz 05 wieder zu spielen. Er sagt aber auch, dass er nicht daran glaubt, gleich wieder erste Wahl zu sein. „Ich muss mich erstmal hinten anstellen“, meint der Mann, der vor der Saison von Rayo Vallecano gekommen war.

Aber vielleicht macht er sich da kleiner, als er ist. Vielleicht wartet Skripnik ja nur darauf, ihn wieder aufstellen zu können. Sportchef Thomas Eichin nennt den Spanier jedenfalls „den Coolsten, den Abgebrühtesten“ der vier Innenverteidiger. Lukimya sei „der beste Zweikämpfer“, Prödl „der in der Offensive Gefährlichste“ und Vestergaard „der Kompletteste“. Skripnik könne also so aufstellen, wie er es gerade brauche, wenn alle Innenverteidiger zur Verfügung stehen. „Es ist ein großer Wettbewerb, aber wir alle können der Mannschaft viel geben“, meint Galvez. Nur Caldirola, sein Nachbar aus dem Entmüdungsbecken, ist als fünfter Innenverteidiger aktuell außen vor.

csa

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