Spanier denkt ungern an die Zeit vor Skripnik

Galvez will es dem „Ex“ beweisen

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Alejandro Galvez

Bremen - Zuerst kommen die netten Worte. Alejandro Galvez ist Robin Dutt „sehr dankbar. Er hat mich immerhin nach Deutschland geholt“, sagt der Spanier über seinen ehemaligen Trainer, der Ende Oktober bei Werder entlassen wurde und seit Anfang Januar Sportvorstand bei Bremens nächstem Gegner VfB Stuttgart ist.

Das Wiedersehen am Sonntag (17.30 Uhr) ist für Galvez „ein spezielles Spiel, was Besonderes“. Und der 25-Jährige, seit vergangenem Sommer in der Bundesliga, klingt glaubhaft, als er versichert: „Ich wünsche ihm alles Gute und Erfolg. Und dass er nicht absteigt – aber das wünsche ich ihm erst nach dem Spiel…“

So weit, so harmlos. Doch Galvez, der sich gestern nach auskuriertem Syndesmosebandriss wieder einsatzfähig meldete („Ich bin bereit“), ist durchaus auch kritisch im Umgang mit dem 50-jährigen Ex-Coach. Der wollte ihn vom zentralen Abwehrmann (wie aus Spanien gewohnt) zum defensiven Mittelfeldspieler umschulen – und ließ auch nicht von dieser Idee ab, als klar wurde, dass es keine gute war. „Ich habe immer gesagt, dass meine Position in der Innenverteidigung ist. Dutt dachte, ich wäre im defensiven Mittelfeld besser aufgehoben“, sagt Galvez. Er habe die Entscheidung des Trainers respektiert – er macht aber auch kein Geheimnis daraus, dass er sich unter Dutts Nachfolger wohler fühlt in seiner Haut: „Viktor Skripnik weiß, wo ich hingehöre, wo meine Position ist.“

Einen Seitenhieb von Galvez kassiert Dutt auch beim Thema System. Der ehemalige Trainer hatte taktisch viel probiert, aber keine klare Linie gefunden. Im Gegensatz zum aktuellen Coach, der das altbewährte Bremer 4:4:2 mit einer Mittelfeldraute bevorzugt. „Wir haben jetzt unter Skripnik einen ganz anderen Spielstil“, findet Galvez: „Und der passt viel besser zur Mannschaft.“

mr

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