Lienen und Siegmann geben sich Hand

Späte Versöhnung nach "Jahrhundert-Foul"

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Ewald Lienens Oberschenkel war damals böse aufgeschlitzt

Köln - Späte Versöhnung nach dem "Jahrhundert-Foul": 31 Jahre danach haben sich die beiden Protagonisten versöhnt und das mit einem Handschlag besiegelt.

31 Jahre nach dem bekanntesten Foul der Bundesliga-Geschichte haben sich die früheren Fußball-Profis Norbert Siegmann und Ewald Lienen mit einem Handschlag versöhnt. 

Auf Vermittlung des Fachmagazins kicker trafen sich der heutige Coach von AEK Athen und der damalige Bremer, der ihm mit einem Tritt den rechten Oberschenkel aufschlitzte. Zuvor hatten sie sich seit jenem 14. August 1981 nur einmal ohne miteinander zu sprechen in einem Spiel gegenübergestanden und einmal vor vielen Jahren kurz telefoniert.

1981 war Lienen sehr ungehalten nach dem Foul

Der heute 58 Jahre alte Lienen verzieh dem ein Jahre älteren Siegmann, gegen den er damals noch einen Prozess vor den DFB-Gerichten geführt hatte. „Er hat einfach Pech gehabt, mich so zu erwischen“, sagte Lienen, dessen klaffende Wunde am Oberschenkel mehr als 20 Zentimeter lang war: „Zehn Zentimeter tiefer, am Knie, und keiner hätte groß über das Foul gesprochen, aber ich wäre Sportinvalide geworden.“ Mit Otto Rehhagel, der seinen Spieler Siegmann damals aufgewiegelt haben soll, hatte er sich bereits während der gemeinsamen Trainer-Karriere ausgesöhnt. Das Treffen mit Siegmann sei nun „eigentlich überfällig“ gewesen, so Lienen.

Siegmann, der nach seinem Karriereende nach Indien und später Mexiko auswanderte, kam dennoch nur nach langem Zögern. „Zweimal habe ich überlegt, das Treffen abzusagen“, sagte er und entschuldigte sich beim gemeinsamen Studium der Fotos von damals ausdrücklich: „Ich habe schon ein paar Tage länger nachgedacht. Was ich weiß, ist, dass es keine Absicht war. Ich war ein Zerstörer. Doch ich wollte Ewald nicht verletzen.“

Dafür, dass Lienen damals den letztlich ergebnislosen Musterprozess anstrengte, hat er inzwischen Verständnis: „Heute kann ich Ewalds Vorgehen verstehen, es war absolut legitim.“

sid

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