Spärliche Kulisse statt Hexenkessel

Werder-Bremen - BREMEN (csa) · Ist der Zuschauerschwund die Quittung für die Kritik am eigenen Publikum? Ein Beweis für die schwache Anziehungskraft der Europa League? Oder einfach nur der Tatsache geschuldet, dass auf Werder vier Heimspiele in Folge zurollen?

Jedenfalls wird die Kulisse heute im Weserstadion eher spärlich sein. Von 39 000 zur Verfügung stehenden Karten für das Match gegen den FC Valencia hatten die Bremer bis gestern Abend nur 23 000 verkauft. Um einen Hexenkessel, wie Werder ihn in Valencia erlebt hatte, zu entfachen, wird das kaum reichen.

Dabei wünschen sich die Profis ein brodelndes Stadion. „Die Stimmung in Valencia war einzigartig“, schwärmt Aaron Hunt noch immer, „es wäre

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schön, wenn wir das auch bei uns hätten. Wir hoffen, dass uns die Fans richtig pushen.“ Denn, so sagt es Torjäger Claudio Pizarro: „Der zwölfte Mann wird sehr wichtig für uns.“

Doch vielleicht ist der zwölfte Mann ein bisschen beleidigt. Nach dem 2:2 gegen den VfB Stuttgart hatte Geschäftsführer Klaus Allofs einen Teil des Publikums noch für Pfiffe gegen Abdennour, Prödl und Özil kritisiert. Weil, so Allofs, sich Pfiffe gegen junge Spieler nicht gehören: „Das soll kein Maulkorb sein, sondern ein Hinweis darauf, dass wir nur gemeinsam erfolgreich sein können. In manchen Spielen kann der zwölfte Mann den kleinen Unterschied ausmachen.“ Die Partie heute könnte so ein Spiel sein. „Wir brauchen unser Publikum“, meint Allofs. Allerdings weiß er, dass eine Stimmung wie in Valencia nur Wunschdenken ist: „Wir werden auch gut unterstützt, aber die Begeisterung zeigt sich bei uns anders. Unser Publikum ist objektiver.“

Und im Moment offenbar fußballmüde. Werder hofft inständig, dass es nicht bei 23 000 Besuchern bleibt. Die Kassenhäuschen sind jedenfalls bis zum Anpfiff geöffnet.

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