Der griechische Innenverteidiger sieht bei beiden Gegentoren schlecht aus / Allofs: „Er ist noch nicht so drin“

Sokratis und die Suche nach der „Super-Form“

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Anfangs hatte Sokratis (Mitte, gegen Shinji Okazaki) alles im Griff, aber dann patzte er doppelt. ·

Bremen - Im Sommer hatten die Werder-Fans noch große Angst, dass ein finanzstarker und international vertretener Club kommt und Sokratis trotz gültigen Vertrags wegholt aus Bremen. Im Moment ist ihnen eher Bange vor den Schnitzern des Griechen. Gestern gegen Stuttgart sah er bei zwei Gegentoren schlecht aus – nicht zum ersten Mal in dieser Saison.

„Wenn wir so weitermachen, verlieren wir von den nächsten 20 Spielen nur drei oder vier. Wir werden eine gute Saison spielen“, hatte Sokratis erst vor wenigen Tagen forsch geurteilt. Er selbst ist von diesem Vorhaben jedoch noch ein ordentliches Stück entfernt. „Er ist noch nicht so drin, hat noch nicht die Super-Form der letzten Saison“, urteilt Sportchef Klaus Allofs über den 24-Jährigen, der besonders in der Rückserie der vergangenen Spielzeit meistens zu den besten Bremer gehört und in der Innenverteidigung mit enormer Zweikampfstärke geglänzt hatte.

Nach der Saison kam für Sokratis die EM mit Griechenland, dann der Sonderurlaub – in dem er, wie er selbst gestand, nicht an seiner Fitness arbeitete. Vermutlich ist er auch deshalb noch nicht wieder dort, wo er mal war. Gleich im ersten Saisonspiel lieferte „Papas“ eine katastrophale Leistung ab, war beim peinlichen Pokal-Aus bei Drittligist Münster (2:4 nach Verlängerung) an zwei Gegentreffern direkt beteiligt – und flog als „Krönung“ auch noch mit Gelb-Rot vom Platz. In der Bundesliga folgten durchwachsene (in Dortmund und Hannover) und solide (gegen Hamburg) Spiele, aber eben keine glänzenden.

Gegen Stuttgart war Sokratis dann gestern Abend auf einem guten Weg. Gute Tacklings, kaum Fehlpässe – ein abgeklärter, unaufgeregter Auftritt. Bis zur 50. Minute . . . Da stand er meterweit weg von Martin Harnik und konnte nur noch zusehen, wie der Ex-Bremer ungehindert einnickte. Und es kam noch schlimmer. Beim Stand von 2:1 wollte Sokratis per Rückzieher klären, drosch den Ball aber auf die Westtribüne hinter dem eigenen Tor (80.). „Wenn er da per Kopf nach hinten oder einfach zur Seite klärt, wäre es eine sichere Sache gewesen“, stöhnte Allofs.

So aber gab es Ecke für den VfB – und auch da machte Sokratis nicht die beste Figur. Er verlor das Luftduell gegen den fünf Zentimeter größeren Georg Niedermeier, der die Vorarbeit zum 2:2-Endstand leistete. · mr/csa

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