Auch der Grieche fehlt Werder in Düsseldorf / Binde für Bargfrede oder Junuzovic

Sokratis sorgt für den nächsten Schock

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„Trainer, es geht nicht.“ Sokratis (r.) erklärt Werder-Coach Thomas Schaaf, dass er noch Adduktorenprobleme hat. ·

Bremen - Seine Miene verriet nichts Gutes. Als Sokratis gestern nach dem Ende des Abschlusstrainings auf dem Platz mit Trainer Thomas Schaaf sprach, wirkte der Grieche konsterniert. Warum, erklärte Schaaf wenige Minuten später: „Es geht nicht bei ,Papas‘.“ Zack, der nächste heftige Schock für Werder! Im so wichtigen Kellerduell bei Fortuna Düsseldorf fehlen heute (15.30 Uhr) neben Sokratis, der wegen Adduktorenbeschwerden passen muss, noch neun weitere Bremer Profis. Fast eine komplette Mannschaft schaut nur zu.

Schaaf verfiel angesichts der nächsten Hiobsbotschaft allerdings nichts ins Jammern. „Wir müssen eng zusammenrücken und gemeinsam unsere Aufgaben erfüllen. Es muss immer mit Teamgeist gehen“, sagte der Coach.

Dass auch noch Sokratis ausfällt, kam überraschend – nur nicht für Schaaf: „Er hatte schon am Donnerstag ein paar Schwierigkeiten.“ Dennoch trainierte der Grieche gestern (mit einem schwarzen Kinesio-Tapestreifen am rechten Oberschenkel) in vollem Umfang mit und wirkte auch nicht angeschlagen. „Wir haben geschaut, ob es geht“, erklärte Schaaf. Es ging letztlich nicht.

Mit dem 24-jährigen Sokratis bricht Werder nach Kapitän Clemens Fritz (noch nicht wieder richtig fit nach Rippenbruch) und dessen Vertreter Aaron Hunt (Fieber) noch ein Führungsspieler weg. „Mal sehen, wie wir damit umgehen“, meinte Schaaf. Sokratis sollte das Team heute in Düsseldorf eigentlich leiten, war der Top-Favorit auf die Kapitänsbinde.

Die trägt nun ein anderer. Vermutlich einer der Rückkehrer, die es bei all den Ausfällen tatsächlich auch noch gibt. Zum Beispiel Philipp Bargfrede: Der 24-Jährige, dem eine Kapselreizung im Knie zu schaffen gemacht hatte, gab nach der Abschlusseinheit grünes Licht: „Ich spüre zwar noch etwas, aber es würde gehen.“ Und das muss es auch, obwohl Bargfrede in dieser Woche nur ein Mal mit dem Team trainiert hat. Die Not im defensiven Mittelfeld ist eben besonders groß. Tom Trybull, der dort zuletzt zum Einsatz gekommen war, brach das Trainingsspiel gestern nach einer Viertelstunde ab. Die gereizte Sehne am Fuß schmerzt noch zu sehr. „Wir haben es probiert, aber es funktioniert nicht“, sagte Schaaf.

Neben Bargfrede dürfte deshalb Zlatko Junuzovic (25) als zweiter Sechser auflaufen. Der lauf- und zweikampfstarke Österreicher, der ebenfalls als Kapitän infrage kommt („Ich würde mich natürlich freuen“), ist nach ausgeheilter Risswunde am Knie wieder bereit. Endlich, wie Schaaf findet: „,Zladdy‘ gibt nie auf und kann durch seinen Einsatz vorweggehen. Dieses Element tut uns gut. Ich freue mich, dass er wieder dabei ist.“

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Junuzovic gibt auch gleich mal die Richtung für das heutige Nervenspiel des Tabellen-14. (31 Punkte) beim 15. (29) vor: „Wenn wir in Düsseldorf gewinnen, wären wir aus dem Gröbsten raus. Das sollte Motivation genug sein, bis zum letzten Tropfen alles zu geben. Ich bin überzeugt, dass wir die richtige Einstellung haben.“ · mr

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